Kulturfundraising Awards

Der Fundraising Verband Austria würdigt wirksame und herausragende Fundraising- und Sponsoringprojekte im Bereich Kunst & Kultur mit den Kulturfundraising Awards.

Eingereicht werden kann bis 30. März 2023 in drei Kategorien:

  • Beste Fundraising Aktion
  • Österreichische Lotterien Award: Beste Unternehmens-Partnerschaft
  • Small but smART: Beste Fundraising Aktion einer kleinen Kultureinrichtung

Alles Infos zur Einreichung und den Awards gibt es hier: www.fundraising.at/kulturfundraising-awards/

Die Verleihung erfolgt im Rahmen einer feierlichen Abendgala am 27. April 2023 in der Diplomatischen Akademie Wien.

KULTURTRANSFER – Der Podcast der KUPF OÖ auf iTunes!

Unseren kulturpolitischen Podcast KULTURTRANSFER kann man nun auch über iTunes abonnieren!

KULTURTRANSFER ist der Podcast der KUPF OÖ. Dieser erscheint jeden ersten und dritten Dienstag im Monat und widmet sich kulturpolitischen Themen in Österreich mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössische Kunst- und Kulturarbeit. Die Sendung kann aber natürlich auch auf Spotify abonniert werden und wird von den freien Radios in Oberösterreich ausgestrahlt. Wir freuen uns über viele neue, interessierte Abonnent*innen unseres neuen Formats!

HIER könnt ihr mehr zum Hintergrund des Podcast erfahren und auch ein Interview dazu anhören.

Interessiert?! Wenn ihr selbst kulturpolitische Podcast-Folgen für die Freie Szene produzieren wollte, gibt es nun auch die Möglichkeit dazu; mindestens 30 Minuten sollte eine Folge dauern. Meldet euch mit euren Ideen direkt beim KUPF Büro – für jede fertig produzierte Folge gibt es ein Honorar von 250€.

In der aktuellen Folge von Redakteurin Renée Chvatal geht es um die zweitgrößte und von der FPÖ regierte Stadt Oberösterreichs -> Wels.

Mit Interviews von FreiRaumWels, YOUKI, Medien Kultur Haus Wels und Musik vom Music Unlimited im Alter Schlachthof Wels. Seit 2015 wird Wels von Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) verwaltet. Wels ist somit die erste Statutarstadt in OÖ mit einem blauen Bürgermeister. Nach der Gemeinderatswahl 2021 hat die FPÖ 17, die SPÖ 9, ÖVP sowie die Grünen haben vier Sitze, NEOS und MFG einen. Das ist natürlich für die Freie Szene vor Ort sehr brisant. Aber hört selbst rein und abonniert den Podcast!

Die nächste Folge wird am 20.12.22 direkt aus dem KUPF OÖ Büro gesendet – ihr könnt gespannt sein!

city skyline photography during nighttime

Stadt Linz erhöht Förderungen für (Kultur-)Vereine

Bereits Mitte September hat die KUPF OÖ unter dem Titel „Auf die Coronakrise folgt die Energie- und Inflationskrise“ auf die prekäre Lage der Kulturvereine aufmerksam gemacht. Dabei hat die KUPF OÖ unter anderem eine lineare Erhöhung der Förderbudgets von 15% gefordert als auch auf die spezielle Siutation in der Landeshauptstadt aufmerksam gemacht. Denn hier wurden gerade im März die 3-Jahres-Förderungen im Gemeinderat beschlossen, die also 2024 ohne Indexanpassung langsam von der Inflation aufgefressen werden. Im Oktober hat sich auch der Linzer Stadtkulturbeirat den Forderungen der KUPF OÖ angeschlossen und eine entsprechende Empfehlung an die Linzer Stadtpolitik verabschiedet.

Schließlich wurde einer Delegation der freien Szene bei einem Termin bei Bürgermeister Klaus Luger zugesichert, dass das Problem ernst genommen wird und er sich bemühen will, eine Lösung zu finden. Wurde zuerst ein Warten bis zum Ende des ersten Quartals 2023 vereinbart, hat die Stadt Linz nun erfreulicherweise doch zeitnahe eine Lösung gefunden. Diese sieht vor, Gelder aus dem neuen Kommunalen Investitionspaket des Bundes an die Vereine der Stadt auszuzahlen. Linz erhält aus diesem Programmin Summe etwa 26 Mio €. Von diesen darf die Stadt bis zu 5% „für die Förderung von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen verwenden, damit diese die gestiegenen Energiekosten begleichen können“. Die Stadt hat nun zugesagt, die höchstmögliche Summe den Vereinen als Teuerungsausgleich auszuzahlen.

Damit stehen also also 1,3 Mio € pro Jahr für alle Kultur-, Sport- und Sozialvereine zur Verfügung. Die genaue Aufteilung der Mittel auf die jeweiligen Bereiche ist noch Gegenstand von Verhandlungen.

Die KUPF OÖ hofft darauf, dass auch die anderen Gemeinden dem Vorbild der Stadt Linz folgen und ebenso Gelder für die Unterstützung ihrer Vereine zur Verfügung stellen.

Kunst- & Kulturmanagement Lehrgang 2023

Die KUPF OÖ und das BFI OÖ bieten erneut einen berufsbegleitenden Lehrgang mit einem Zertifikat für Kunst- und Kulturmanagement an. Dieser startet im März 2022.

Aufgrund des positiven Feedbacks der Absolvent*innen der letzten Jahre wird der Lehrgang bereits zum fünften Mal angeboten. Unser Anspruch ist eine qualitativ hochwertige Weiterbildung für Menschen, die im Kunst- & Kulturbetrieb arbeiten und Verantwortung übernehmen. Die Teilnehmer*innen des Lehrgangs benötigen keine akademische Vorbildung und sollen mit administrativen, organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen des Kulturbetriebs vertraut gemacht werden.

Am Donnerstag, 15. Dezember 2022 um 18 Uhr, findet eine ONLINE Infoveranstaltung zum Lehrgang via ZOOM statt. Vertreter*innen der KUPF OÖ und des BFI OÖ werden den Lehrgang vorstellen und Fragen beantworten. Lehrgangsleiter Klemens Pilsl wird alle Inhalte, Referent*innen und Daten präsentieren. Marlies Auer vom BFI wird über die Kosten, das Anmeldeprozedere und die Möglichkeiten zur individuellen Bildungsförderung informieren. Unsere ehemalige Absolventin Renée Chvatal steht im Anschluss für ein Q&A zur Verfügung und wird persönliche Einblicke in den Lehrgang geben.

Die Idee hinter dem Vorhaben? Kunst- & Kultureinrichtungen und Menschen, die in diesen Bereichen auf vielen Ebenen tätig sind, leisten einen relevanten Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Der Lehrgang soll dazu beitragen, Protagonist*innen der Kulturarbeit diese Chancen bewusst zu machen und sie für diese Rolle inhaltlich und methodisch zu wappnen. Mit dem Zertifikat für Kunst- und Kulturmanagement, das alle erfolgreichen Absolvent*innen des Lehrgangs erhalten, soll den Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben werden am Arbeitsmarkt etwas Handfestes vorweisen zu können.

Der Lehrgang  Kunst- und Kulturmanagement umfasst 128 Unterrichtseinheiten (8 Module zu je 16 UE á 45 Minuten), die an acht Wochenenden von März bis Dezember 2023 geblockt an verschiedenen Standorten in Oberösterreich (meist in Linz) angeboten werden.

Die Module finden berufsbegleitend und geblockt jeweils Freitag (13-19:30 Uhr) und Samstag (10-18 Uhr) statt.

Im Juli und August gibt es eine Sommerpause mit der Möglichkeit, an offenen Treffen und selbst organisierten Exkursionen teilzunehmen.

Mehr Informationen zum Lehrgang finden sich unter lehrgang.kupf.at

EU-Projekt zu Modernisierung der Berufsausbildung von Kulturarbeiter*innen

In einem durch das EU-Programm Erasmus+ geförderten Projekt beschäftigt sich ein Team der KUPF OÖ gemeinsam mit internationalen Partner*innen aus Deutschland und Spanien mit der Zukunft der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Kulturtätigen. Erste Ergebnisse sind im Frühjahr 2023 zu erwarten. Hier stellen wir euch die Eckdaten des Projekts vor.

Titel:
Modernisierung der Berufsausbildung von Kulturarbeiter*innen (MOVECULT)

Kurzbeschreibung:
Derzeit gibt es in Europa keine einheitliche, qualitativ hochwertige Berufsausbildung für Beschäftigte im Kunst- und Kulturbereich. Dies führt zu einem Mangel an sozialer Anerkennung, niedrigen Löhnen und unsicheren Berufsaussichten. MOVECULT zielt darauf ab, die Situation von Kulturarbeiter*innen zu verbessern, indem ein zeitgemäßes und zielgruppenorientiertes Berufsbildungsprogramm entwickelt wird, das auf den Prinzipien der Inklusivität, Europäisierung und Digitalisierung basiert.

Um das Projektziel zu erreichen, sind sechs Aktivitäten vorgesehen:

  • Projektmanagement einschließlich Kommunikation, Qualitätskontrolle und Berichterstattung (A1);
  • Austausch und Wissenstransfer zwischen den Projektpartner*innen in drei persönlichen und acht Online-Meetings (A2);
  • Untersuchungen zur Bewertung der aktuellen Situation in der Berufsbildung (A3) und der Bedürfnisse der Zielgruppe (A4);
  • Entwurf eines Lehrplans und eines didaktischen Konzepts (A5);
  • Reflexion und Feedback der Partner*innen (A6).

Die Aktivitäten werden zu folgenden Ergebnissen führen

  • eine Zusammenstellung von (Best-Practice-)Beispielen für Berufsbildungsprogramme in den Partnerländern,
  • ein Paper über den Status quo und die Bedarfsanalyse von Berufsbildungsprogrammen für Kulturarbeiter*innen in AUT, GER und ESP,
  • ein Curriculum und didaktisches Konzept für ein integratives, europäisches und digitales Berufsbildungsprogramm für Kulturarbeiter*innen,
  • eine Sammlung von Erkenntnissen aus der Projektzusammenarbeit.

Projektpartner*innen:
Bayerischer Landesverband Kultur- und Kreativwirtschaft e.V. (BLVKK)
TRANSIT PROJECTES
Kulturplattform Oberösterreich (KUPF OÖ)

Projektdauer:
Mai 2022 – Dezember 2023

kino signage

Inflation existenzgefährdend für österreichische Filmfestivals

“Inflation ist existenzgefährdend”: Forum Österreichischer Filmfestivals fordert 15-prozentigen Teuerungsausgleich und jährliche Valorisierung der Förderungen.

Angesichts der hohen Inflation und der Energiekrise blicken die österreichischen Filmfestivals sorgenvoll in Richtung 2023 und haben dazu folgende Forderungen formuliert mit denen sich das Forum Österreichischer Filmfestivals den Forderungen von Kulturrat Österreich, Kulturplattform Oberösterreich (KUPF OÖ) und IG Kultur anschließt.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Festivals sind noch nicht verdaut, schon kommt aktuell die nächste existenzielle Krise auf die österreichischen Filmfestivals zu: die Inflation frisst vor unseren Augen die zarten Erfolge und Fördererhöhungen der letzten Jahre auf. Das Fair-Pay-Ziel rückt damit wieder in unerreichbare Ferne.

Seit seinem Bestehen setzt sich das Forum Österreichischer Filmfestivals (FÖFF) für eine adäquate Mittelausstattung der Filmfestivals ein. In den letzten Jahren konnten schließlich erste Erfolge erzielt werden: Die Festivalförderung wurde auf verschiedenen Ebenen erhöht. Gleichzeitig gibt es – auch unter dem Eindruck der Pandemie – erstmals seitens der Gebietskörperschaften ein Bekenntnis zu Fair Pay.

All das wird durch die galoppierende Inflation allerdings binnen kürzester Zeit zunichte gemacht, wenn Bund, Länder und Gemeinden jetzt nicht reagieren. Es braucht seitens der fördernden Institutionen rasch die Umsetzung einer indexgebundenen Valorisierung von Fördermitteln um steigende Festivalkosten (Personal, Filmleihmieten, Kinomieten, Transport, Technik, Hotel & Reisekosten, etc.) abzudecken. Ohne jährlichen Teuerungsausgleich stehen wir vor einer massiven und existenzgefährdenden Entwertung der Festivalförderung. Das Forum Österreichischer Filmfestivals fordert

  • Erhöhung der Förderbudgets für 2023 um 15% (um die Inflation von 2022 und 2023 abzugelten)
  • jährliche, indexgebundene Valorisierung der Festivalförderung ab 2024
  • Verpflichtung für die Fördergeber*innen den Fair-Pay-Gap zu schließen

Nutzen wir die Krise, um den bestehenden Kreislauf aus jahrelang nominell stagnierenden (und damit entwerteten) Förderbudgets und sporadischen Förderanpassungen zu durchbrechen und endlich eine nachhaltige und planbare Festivalfinanzierung umzusetzen!

KULTURTRANSFER – Der Podcast der KUPF OÖ

Premiere: Am 20. September um 17:30 Uhr startete der monatliche Podcast der Kulturplattform Oberösterreich mit der Folge „Mehr als nur Party„.

Die KUPF OÖ ist seit Oktober 1998 aktiv an der Produktion von Radiosendungen für den nicht kommerziellen Rundfunk beteiligt. Von Beginn an waren die Sendungen immer kulturpolitisch und kritisch – inhaltlich wird sich das auch mit dem Podcast-Format nicht ändern. Strukturell ist KULTURTRANSFER zeitlich aber ungebundener und jederzeit in voller Länge im CBA oder auf Spotify verfügbar. Personell wollen wir uns damit auch breiter und diverser aufstellen. Das letzte Jahrzehnt wurden die Sendungen von der wunderbaren Sigrid Ecker als One-Woman-Show gestaltet, geschnitten, moderiert und geplant. Mit Verena Humer, Renée Chvatal, Thomas Auer und Vinzenz Land gibt es nun ein Podcaster*innen Team, das auch für neue Team-Mitglieder offen steht!

Für jede Sendung gibt es ein eigenes Budget, welches an die Person geht, die die Sendung nach Absprache mit dem KUPF Büro selbständig plant, produziert und schneidet.

Dadurch, dass Kulturtransfer von unterschiedlichen Menschen aus der Freien Szene produziert wird, erhoffen wir uns einen Transfer zwischen der Szene und den Zuhörer*innen, die nicht immer die Möglichkeit haben direkt vor Ort zu sein oder Einblick in das kulturpolitische Geschehen Oberösterreichs zu bekommen.

Interview von Katharina Serles mit Sigrid Ecker und Verena Humer über den neuen Podcast KULTURTRANSFER.

Redaktionell hat sich KULTURTRANSFER folgende Ziele gesetzt:

  • sich intensiv um Berichterstattung, Dokumentation und Darstellung der Arbeit von oberösterreichischen Kulturtätigen zu bemühen.
  • die Berührungspunkte zur Kulturpolitik beleuchten sowie Menschen aus Kunst, Kultur und Politik miteinander ins Gespräch zu bringen.
  • den Gedanken freier Medienarbeit in der Kulturinitiativenlandschaft tiefer zu verankern und die Interessen der Kulturinititativen medienwirksam nach außen zu transportieren.
  • Kulturtätige und Initiativen auch direkt vor Ort zu besuchen um den Podcast-Abonnent*innen ein möglichst echtes Hör-Erlebnis zu ermöglichen.

Meldet euch gern HIER, wenn ihr einen Vorschlag für eure eigene Podcast Folge für den Kulturtransfer habt!

7.463 Kulturjobs: Ein Blick hinter die Kulissen der KUPF Kulturjobs Plattform

„fallweise mailings, wenn die KUPF OÖ von interessanten jobs erfährt“. So lautete die erste Beschreibung der im März 2002 gegründeten Kulturjobs Mailingliste. Verantwortlich für die Kulturjobs Liste war damals der KUPF Mitarbeiter Andi Liebl, Szene-Urgestein und heute Obmann des KV roeda in Steyr. Am 4.3.2002 ging folgendes erstes Test-Mail an die Liste, das den Grundstein für ein Erfolgsprojekt der KUPF OÖ legte:

Das erste E-Mail an die Kulturjobs Mailingliste

Im ersten Jahr des Bestehens wurden 135 Jobs über die Liste veröffentlicht, die Zahl der Abonnent*innen der Mailingliste wuchs rasch. 2016 hatten mehr als 16.000 Menschen die Kulturjobs Mailingliste abonniert. Das Angebot wurde nicht nur in Oberösterreich angenommen, von Anfang an wurden Jobs in ganz Österreich ausgeschrieben, nicht selten werden auch Jobs aus Deutschland und der Schweiz veröffentlicht. Die KUPF OÖ suchte auch strategische Partnerschaften, beispielsweise mit Fiftitu%, mit denen einige Jahre lang gemeinsam die Administration der Liste betrieben wurde, oder mit der Kunstuniversität, mit der inhaltliche Symposien zum Thema der Prekarisierung des Kulturbereichs organisiert wurden.

Obwohl die Mailingliste bald auch durch eine Online-Präsenz unter kultur-jobs.at ergänzt wurde, blieb die Mailingliste die zentrale Anlaufstelle. Bis 2018 wurde dabei jeder Job einzeln händisch geprüft und als E-Mail an alle AdressatInnen der Mailingliste geschickt. Mit 5 bis 6 Millionen Mails pro Jahr war die KUPF OÖ damit vermutlich der größte E-Mail-Emitent bei servus.at, die seit Beginn an die technische Infrastruktur für das Projekt gestellt haben.

2018 wurde dann im Zuge eines Website-Relaunchs von kupf.at auch die Struktur der kulturjobs Mailingliste neu gedacht. Ziel war es dabei, die aufwendige manuelle Arbeit zu reduzieren und einen stärkeren Fokus auf die Darstellung der Website zu richten. Die heutige Kulturjobs Plattform war geboren:

Ein großer Fortschritt für die KUPF OÖ war dabei, dass nun erstmals große Teile der Arbeit automatisiert waren. Wer einen Job ausschreiben wollte, musste nun ein Online-Formular verwenden, das nur abgeschickt werden kann, wenn alle formalen Paramater – wie beispielsweise eine faire Bezahlung – eingehalten werden. Die Einreichungen müssen dann nur noch geprüft und veröffentlicht werden, und werden statt einzeln nun gesammelt und automatisiert drei mal in der Woche ausgeschickt: Montag, Mittwoch und Freitags, jeweils ab 16:00 Uhr.

Das System hat sich bewährt, die Zahl der Jobs ist seither stark gestiegen:

Heuer werden vermutlich mehr als 1.600 Jobs über die KUPF Kulturjobs Plattform ausgeschrieben werden, was in etwa eine Verfünffachung gegenüber den durchschnittlichen Zahlen vor dem Relaunch bedeutet. In Summe wurden bisher ganze 7.463 Inserate veröffentlicht. Während in den letzten Jahren die Zahl der Abonnent*innen der Mailingliste leicht auf knapp 15.000 gesunken ist, ist dafür die Zahl der Website Aufrufe geradezu explodiert:

Dazu haben wohl auch eine eine Reihe an Verbesserungen geführt: Seit 2021 haben die Inserentinnen beispielsweise die Möglichkeit, den Job über die KUPF Kulturjobs Plattform automatisch auch in die AMS Alle Jobs Datenbank einspeisen zu lassen. Und seit letzter Woche haben wir ein weiteres Feature umgesetzt, das lange auf unserer Wunschliste stand: Wer einen Job einreicht, bekommt nun ein Bestätigungsmail inklusive einem Link, mit dem er/sie den eingereichten Job nochmal bearbeiten kann. Dies geht nun sogar nachdem ein Job bereits veröffentlicht wurde, er muss danach aber nochmals neu von uns geprüft werden. Mit diesem Feature hoffen wir, die Zahl der Anrufe und Mails im KUPF Büro zu reduzieren, da es schon regelmäßig vorkommt, dass InserentInnen nach dem Abschicken Fehler in ihrem Inserat finden und Angaben ändern möchten.

Der Versand per E-Mail (heute nicht mehr über eine Mailingliste gelöst, sondern über ein modernes Newsletter Tool) bleibt nach wie vor ein praktisches Angebot für Jobsuchende. Auf einen Blick können diese so sehen, ob ein für sie interessanter Job veröffentlicht wurde. Im Schnitt werden 50% aller E-Mails geöffnet, in ganzen 8% der Fälle werden die Details einzelner Jobs auf der Plattform aufgerufen. Ein für ein Mailingservice ausgezeichneter Wert:

Der Erfolg der Kulturjobs Plattform rührt vermutlich auch daher, dass sie im Gegensatz zu vielen anderen Angeboten bisher komplett kostenfrei ist – sowohl für die InserentInnen, als auch für die NutzerInnen. Da die Arbeitszeit der MitarbeiterInnen der KUPF aber natürlich nicht kostenfrei ist, sind wir auf eure Unterstützung angewiesen, um dieses Angebot auch weiterhin aufrecht erhalten zu können. Wir freuen uns daher über jedes Abo der KUPFzeitung oder eine Spende:

Abgemahnt wegen Google Fonts – was tun?

Beispielschreiben

Mittlerweile haben auch die ersten Mitglieder der KUPF OÖ Abmahnschreiben des „Datenschutzanwalts“ Mag. Marcus Hohenecker aus Niederösterreich erhalten. Dieser vertritt eine gewisse Frau Eva Z. und fordert in ihrem Namen Schadenersatzansprüche, weil ihre IP-Adresse durch die Nutzung von Google Fonts widerrechtlich an den Google Betreiber Alphabet weitergegeben wurde. Im Schreiben bietet die Kanzlei einen Vergleich in Höhe von 100 € für die Mandantin sowie 90 € für seine Rechtsanwaltskosten an, gesamt also 190 €, ansonsten wird mit einer Klage gedroht.

Dieses Vorgehen kennen wir bereits aus anderen Zusammenhängen: Skrupellose Rechtsanwaltskanzleien verschicken massenhaft automatisiert gestützte Anwaltsschreiben, deren Ziel es ist, möglichst vielen betroffenen Menschen und Organisationen Angst einzujagen und diese dazu zu bringen, die 190 € unhinterfragt zu zahlen. Der Betrag ist so gering angesetzt, dass es in den allermeisten Fällen billiger ist, als sich einen professionellen Anwalt zu nehmen, der schnell mehr als 300 € in der Stunde kostet. Dieses Vorgehen des Anwalts und seiner Mandantin ist, wenn auch rechtlich erstmal gedeckt, nahe der Nötigung, zumindest moralisch klar ablehneswert und vor allem eins: Abzocke.

Was nun also tun, wenn man so ein Schreiben erhält? Erstmal keine Panik. Laut Auskunft der renommierten Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner, die auch für die KUPF OÖ tätig sind, ist die Sache klar:

„Wir empfehlen die Forderung zu bestreiten, jedoch den Auskunftsanspruch gemäß Art 15 DSGVO zu erfüllen. Zum Schadenersatzanspruch: Anders als im Schreiben von Herrn Rechtsanwalt Hohenecker ausgeführt, hat Frau Zajaczkowska aus unserer Sicht keinen Anspruch auf Schadenersatz, da die Weitergabe der IP-Adresse an US-amerikanische Dienste nicht per se verboten ist und die Verarbeitung damit nicht rechtswidrig erfolgt ist. Mangels Rechtswidrigkeit hat Frau Zajaczkowska auch keinen Anspruch auf Schadenersatz.“

Blogpost

Sollte euer Verein ein solches Schreiben erhalten, raten wir also, den Empfehlungen der im hier verlinkten Blogpost der Kanzlei Höhne, In der Maur & Partner gelisteten Empfehlungen zu folgen. Solltet ihr dazu weitere Fragen haben, könnt ihr euch gerne bei uns oder direkt bei der Anwaltskanzlei unseres Vertrauens melden.

Update 24. August
Wir haben gestern eine Sachverhaltsdarstellung gegen den „Datenschutzanwalts“ Mag. Marcus Hohenecker bei der für ihn zuständigen Rechtsanwaltskammer Niederösterreich mit Bitte um Prüfung eines Disziplinarverfahrens eingereicht. Diese hat heute in einer Stellungnahme online darauf hingewiesen, dass das Vorgehen des Anwalts unter den ihr bekannten Umständen (vorbehaltlich weiter auftauchender Sachverhalte) zulässig scheint, gleichzeitig aber ein Ermittlungserfahren gegen ihn aufgenommen. Der Anwalt selbst hat heute in einem Interview mit dem Standard angekündigt, keine weiteren Schreiben mehr zu verfassen, aber dass die bisher ausgeschickten Schreiben gültig bleiben. Wir raten also weiterhin dazu, keinesfalls zu zahlen und dem Schadenersatzanspruch zu widersprechen, aber dem Auskunftsanspruch gemäß DSGVO nachzukommen, siehe oben.

Landespreise für Kultur und Talentförderungsprämie

Das Land Oberösterreich vergibt jährlich Landespreise für Kultur sowie Talentförderungsprämien, in Anerkennung herausragender künstlerischer, kultureller und wissenschaftlicher Leistungen.

Die Landespreise für Kultur sind jeweils mit 7.500,00 Euro dotiert und werden für herausragendes künstlerisches Wirken vergeben.

Die Talentförderungsprämien sind mit je 5.400,00 Euro dotiert.

Landespreise für Kultur können an Künstler*innen mehrmals vergeben werden. Voraussetzung ist, dass zwischen der Preiszuerkennung und einer neuerlichen Bewerbung eine Frist von mindestens zehn Jahren verstrichen ist. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann die Jury von dieser Regelung absehen.

Jede Bewerbung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges. Für eingereichte Werke wird keine Haftung übernommen. Die Bewerbungsunterlagen für die Landespreise und Talentförderungsprämien werden einer unabhängigen Fachjury zur Begutachtung vorgelegt, die einen Vorschlag zur Vergabe macht. Die Landespreise können auch ohne eigene Bewerbung auf Vorschlag der Jury vergeben werden.

Jede/r Landespreis- bzw. Talentförderungsprämienträger/in räumt dem Land Oberösterreich das Recht ein, ihr/sein Werk im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen vorzutragen, auf bzw. vorzuführen und auszustellen.

Bewerbungsrichtlinien

Landespreise

  • Ab dem 36. Lebensjahr (Geburtsjahr 1986)
  • Aus Oberösterreich stammend oder mindestens vier Jahre ständiger Wohnsitz bzw. Mittelpunkt des Lebensinteresses in Oberösterreich oder
  • das künstlerische oder wissenschaftliche Werk ist in hervorragender Weise für Oberösterreich bedeutsam.
  • Die Bewerberinnen oder Bewerber müssen Urheber im Sinne des § 10 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes sein.
  • Personengruppen, die überwiegend aus Oberösterreich stammen, und sich mit einem gemeinsamen Projekt bewerben, sofern die Gruppenmitglieder Miturheber im Sinne des § 11 Abs. 1 und 2 UrhG eines gemeinsamen Werkes sind und sich sämtliche Miturheber dieses gemeinsamen Werkes bewerben.

Talentförderungsprämien

  • Bis zum 35. Lebensjahr (Geburtsjahr 1987). Bei Nachweis von Kindererziehungszeiten erhöht sich die Altersgrenze bis zum 40. Lebensjahr, pro Kind maximal 3 Jahre, insgesamt maximal 5 Jahre.
  • Aus Oberösterreich stammend oder mind. 4 Jahre ständiger Wohnsitz bzw. Mittelpunkt des Lebensinteresses in Oberösterreich oder
  • Personengruppen, die überwiegend aus Oberösterreich stammen, und sich mit einem gemeinsamen Projekt bewerben, sofern die Gruppenmitglieder Miturheber im Sinne des § 11 Abs. 1 und 2 UrhG eines gemeinsamen Werkes sind und sich sämtliche Miturheber dieses gemeinsamen Werkes bewerben.
     

Bewerbungsfrist bis 3. Oktober 2022

LINK zur Ausschreibung.