Letzte Woche eröffnete in Linz ein neues Musiktheater. Die KUPF begrüßt natürlich Investitionen in Kunst und Kultur, hat aber einige Bedenken bezüglich der kulturpolitischen Implikationen. Besonders schade ist es, dass die heimische Medienlandschaft unreflektiert die Marketing-Parolen der Verantwortlichen übernimmt. Als kleine Alternative dazu haben wir via SCOOP.IT einige kritische Positionen versammelt, die sich fernab eines freiheitlichen Kunst-Bashings oder plumper Hochkultur-Kritik mit dem Musiktheater beschäftigen. lesen auf scoop.it
Monat: April 2013
Schreibwerkstatt: Storytelling
Seit einiger Zeit geistert der Begriff »Storytelling« durch Marketing, Werbung und Unternehmenskommunikation. Dabei handelt es sich um die Weitergabe von Wissen durch das Erzählen von Geschichten; um eine uralte Kulturtechnik. Das simple Informieren über Fakten erzeugt beim Rezipienten kaum nachhaltige Wirkung. Gute Geschichten hingegen schaffen emotionale Nähe und überzeugen, werden weitererzählt und wirken sich so positiv auf das eigene Projekt, Unternehmen oder Organisation aus.
Abseits der modischen Storytelling-Strömungen möchte dieser Workshop die Grundlagen des Geschichtenerzählens in Erinnerung rufen. Es geht um Emotion, um Identifikation, um Erfahrung, um Nachdenken – um den direkten Anschluss an die Lebenswirklichkeit der Menschen. Wer Geschichten erzählen kann, hilft dem Zuhörer, Komplexität zu verstehen.
Der Workshop richtet sich an junge und aufstrebende Unternehmen, EPUs, Personen aus dem Bereich Marketing und PR und alle, die viele Texte zu produzieren haben: Unternehmensleitbilder, Präsentationen, Web-Texte, Produktbeschreibungen und vieles mehr.
Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 15 Personen beschränkt.
Der Vortragende Dr. Martin Ross ist Philosoph und Schriftsteller, lehrt Ästhetik an der Kunstuniversität Linz und war im Frühjahr 2012 der Geschichtenschreiber in der Ausstellung »Erzähl uns Linz!« im Museum Nordico. Er hat langjährige Erfahrung im Schreibunterricht, war Text Creative Director bei der sysis interactive simulations AG, Lektor bei Demner, Merlicek & Bergmann und ist frei- und hauptberuflicher Texter, Lektor und Lehrbeauftragter.
Wann: 17:00 – 21:00 Uhr
Wo: Tabakfabrik Linz
Info: http://creativeregion.org/events/schreibwerkstatt-iii-storytelling-2-1/
Identity City Lab_creating multiple urban identities
Mit dem Identity City Lab _ creating multiple urban identities bringt die CREATIVE REGION heimische und internationale ExpertInnen der Stadtplanung und –entwicklung und des kreativen, experimentellen Urbanismus nach Linz.
Konkreter Anlass ist die Entwicklung der Linzer Hafenbecken. Die Hafenbecken – industrielle Identität der Linzer seit mind. 150 Jahren – werden zugeschüttet. Diese Entwicklung ist zu überdenken und soll mit ExpertInnen aus Europa diskutiert werden. Das Thema Hafen ist der Anknüpfungspunkt zum Thema der Zukunft der Städte und neue Praktiken der Stadtentwicklung – interdisziplinäre / multisektorale urbane Strategien. Es sollen innovative Tools und Methoden der Stadtentwicklung in den lokalen Diskurs gebracht werden. Linz hat eine Vielzahl an kultureller Akteure (Ars Electronica, Lentos, Tabakfabrik etc), diese sollen mit dem Thema Partizipation durch permanente / temporäre urbane Interventionen und Zwischennutzungen konfrontiert und somit eine Brücke zur Stadtplanung und Identitätsbildung von Stadtvierteln geschlagen werden.
5. – 8. Juni 2013, Tabakfabrik & Hafenviertel, Linz, Oberösterreich
Infos: hier
KUPF Radio: Im Gespräch mit Otelo Vöcklabruck
Eine Idee geht um in Oberösterreich: Bereits an sechs Standorten schaffen Menschen unter dem Label OTELO offene Räume für technische und kreative Aktivitäten. Werkstätten und Kleinlabore, wo jedeR neue Ideen diskutieren und ausprobieren kann.
Den Anfang nahm die Expansion der OTELOs (Offene Technologielabore) 2010 in Vöcklabruck, wo das Labor in der alten Landesmusikschule untergebracht ist. Wer sich für Freie Medien, Open Hardware und regionale Community-Prozesse interessiert, ist dort bestens aufgehoben. Wer eigene und völlig andere Ideen einbringen möchte mindestens genauso.
Seit 2012 ist OTELO Vöcklabruck als eigenständiger Verein organisiert und mit Jahresbeginn 2013 durften wir diesen in der KUPF als Mitglied begrüßen. In dieser Radiosendung steht Georg Ottinger vom OTELO Rede und Antwort.
Sendezeiten:
auf Radio FRO: Dienstag um 17.30 Uhr / WH: Mi. 8.00Uhr
auf Freies Radio Freistadt: Mittwoch um 16.30 Uhr / WH: Do. 14.00 Uhr
auf Freies Radio Salzkammergut: Mittwoch um 13.00 Uhr
auf Freies Radio B138: Donnerstag um 18.30 Uhr
Sendungen nachhören unter: http://www.fro.at/ondemand/
KUPF Radio im Gespräch mit OTELO Vöcklabruck
Eine Idee geht um in Oberösterreich: Bereits an sechs Standorten schaffen Menschen unter dem Label OTELO offene Räume für technische und kreative Aktivitäten. Werkstätten und Kleinlabore, wo jedeR neue Ideen diskutieren und ausprobieren kann.
Den Anfang nahm die Expansion der OTELOs (Offene Technologielabore) 2010 in Vöcklabruck, wo das Labor in der alten Landesmusikschule untergebracht ist. Wer sich für Freie Medien, Open Hardware und regionale Community-Prozesse interessiert, ist dort bestens aufgehoben. Wer eigene und völlig andere Ideen einbringen möchte mindestens genauso.
Seit 2012 ist OTELO Vöcklabruck als eigenständiger Verein organisiert und mit Jahresbeginn 2013 durften wir diesen in der KUPF als Mitglied begrüßen. In dieser Radiosendung steht Georg Ottinger vom OTELO Rede und Antwort.
PA: Subventionsablehnung für Alten Schl8hof und Waschaecht Wels
Gestern hat laut Stellungnahme der Welser Stadtsenat mit den Stimmen von FPÖ und ÖVP eine Förderung aus dem Jugendbudget für den „Alten Schl8hof“ und den Kulturverein „Waschaecht“ abgelehnt. Als Grund für diesen Schritt wird das kritische und hinterfragende Wesen der beiden Kulturinitiativen genannt.
Für die KUPF-Kulturplattform OÖ ist diese Vorgehensweise inakzeptabel, zumal die genannten Initiativen seit Jahren als erfolgreiche Vorzeigebeispiele für kulturelle Nahversorgung auf höchstem Niveau gelten. Die internationale Strahlkraft einerseits und das lokale Einbinden von Bevölkerungsgruppen andererseits machen sie zu modernen und partizipativen Motoren des urbanen Zusammenlebens in Wels.
Als niveaulos muss der kolportierte Grund für diese Kürzungen bezeichnet werden: Die kritische Haltung der Initiativen gegenüber politischen Entwicklungen in Wels. Dabei ist es höchste und nobelste Aufgabe des Kultur- und Kunstschaffens, sich kritisch und nachhaltig in gesellschaftliche Entwicklungen einzumischen – ein Recht, das übrigens auch von der österreichischen Verfassung geschützt ist!
Die KUPF fordert die Welser ÖVP und FPÖ auf, sich derart kunstfeindlichen Tendenzen nicht weiter hinzugeben und das Förderwesen nicht für politische Scharmützel zu gebrauchen. Es kann nicht sein, dass Kulturvereine zum Spielball parteipolitischer Interessen und dadurch in ihrer Existenz gefährdet werden.
THINK OUT LOUD! #02 – Salzkammergut
Bereits zum zweiten Mal begibt sich THINK OUT LOUD! – die Symposien-Reihe der CREATIVE REGION – auf Tour ins Salzkammergut. In den Räumlichkeiten des Technologiezentrums Attnang widmen wir uns gemeinsam mit OTELO am 25. und 26. April dem Thema “Crowdfunding”.
Ferialjob beim Kulturverein
Um zusätzliche Ferialarbeitsplätze bei Oö. Kulturvereinen zu schaffen, wurde für den Sommer 2013 eine neue Förderaktion geschaffen. Gefördert wird die Schaffung von Ferialarbeitsplätzen. Voraussetzung ist, dass in den letzten sechs Monaten der Personalstand nicht vermindert wurde. Es können pro Kulturverein maximal zwei Arbeitsplätze gefördert werden.
http://www.land-oberoesterreich.gv.at/cps/rde/xchg/ooe/hs.xsl/111690_DEU_HTML.htm
Landespreise für Initiative Kulturarbeit
Das Land Oberösterreich vergibt einen großen und einen kleinen „Landespreis für initiative Kulturarbeit“. Die Preise sollen dem künstlerischen Schaffen in seiner kulturellen Organisation und Vermittlung neue Anreize bieten. Es sollen Aktivitäten oder Projekte ausgezeichnet werden, die maßgeblich Impulse für das Kulturleben in Oberösterreich setzen. Besonders berücksichtigt werden dabei themen- und umfeldorientiertes Arbeiten. Als weitere Kriterien gelten, inwiefern die Aktivität oder das Projekt einen Diskurs in Gang setzen konnte sowie die von den Initiatoren aufgebrachte Kreativität, Eigeninitiative und die Art der Vermittlung.
Bewerbungsrichtlinien:
- Um die Landespreise kann sich jeder Kulturträger (z.B. eine Kulturinitiative, ein Verein, eine Galerie, eine lose formierte Personengruppe) mit Sitz und Wirkungsbereich in Oberösterreich bewerben.
- Die Preise können nicht an kulturelle Organisationen mit eindeutig privatwirtschaftlichen Interessen vergeben werden.
- Eine nochmalige Verleihung des „Großen Landespreises für Initiative Kulturarbeit“ an bisherige Preisträger ist nicht vorgesehen.
- Die Landespreise werden über Vorschlag einer unabhängigen Jury von der Oö. Landesregierung verliehen. Jede Bewerbung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.
Bewerbungsunterlagen:
- Detaillierter Tätigkeitsbericht (Veranstaltungsübersicht, Planung, Finanzbericht)
- Detaillierte Beschreibung bzw. Dokumentation der speziell gesetzten Aktivitäten oder Projekte
Es können kulturelle Veranstaltungsprogramme, Aktivitäten oder kulturelle Projekte eingereicht werden, die entweder im Kalenderjahr 2011 oder im Jahr 2012/2013 (bis zum Zeitpunkt des Einsendeschlusses) durchgeführt wurden. Die Jury behält sich vor, für ihren Entscheidungsprozess unverbindlich weitere Unterlagen anzufordern.
Einsendeschluss: 21. Juni 2013 (Poststempel)
RADIO KUPF / Bewegungsmelder IG Kultur: Das F-Wort und seine vielen Leben
Diese Sendung widmet sich der Frage, wie eine (nicht nur feministische) Kulturpolitik schon lange ausschauen könnte. Über nicht-identitären Feminismus, women only und die Infragestellung von Privilegien spricht Redakteurin Christine Schörkhuber mit der Theoretikerin Kristina Hofer. Die Soziologin Kristina Hofer ist unter anderem auch bekannt als Performerin (“Ana Threat”) und war bereits Gast bei KUPF-TV.
Kristina Hofer | Ana Threat | IG Kultur | KUPF-TV