Klangmanifeste 2011 – OPEN CALL

Klangmanifeste – zwischen Schwingung und Materie

Im Gegensatz zu skulpturaler Kunst im klassischen Sinne ist der Klangkunst ein determinierter zeitlicher Rahmen der Wahrnehmung immanent, die Immaterialität und Vergänglichkeit der Schwingung.
Jedoch braucht jeder Klang einen Körper, um zu entstehen und sich auszubreiten.

Die Hörschau „Klangmanifeste“ zeigt verschiedene Arbeiten, die sich mit der Materie des Klanges auseinandersetzen und hält sich dabei in Grenzbereichen auf, wo aktuelle Musik und bildende Kunst sich überschneiden, ergänzen, aber auch in Frage stellen:
Das gesprochene Wort in der bildenden Kunst, die Betrachtung von Soundscapes, Geräuschkompositionen und Raumklang, Forschung an der Physik des Klanges an sich, die Technologie von Tonerzeugung und in Substanz transformierte Töne etc…
das Wesentliche ist der Berührungspunkt, wo das Zusammenspiel von Klang und Materie spürbar wird.

Wir suchen nach Arbeiten und LiveAuftritten, die mit dieser Themenstellung korrespondieren, und wenden uns dabei sowohl an MusikerInnen als auch an bildende KünstlerInnen.

Vorgeschlagen werden können Installationen, Klangobjekte, visuelle Kunst,Video, Netzkunst sowie Soundperformances und musikalische Interventionen.

Die Hörschau wird im Dezember 2011 im Echoraum, 1150 Wien sowie einem weiteren
Ausstellungsraum stattfinden.

Contrary to sculptural art in a classical sense, the perception of sound art has a determinated time extension, caused by the immateriality and transience of an oscillation. However every sound needs
a resonating body to arise and spread.

The audiovisual exhibition “Klangmanifeste“ presents different works dealing with the matter of sound.
It takes place in the border zone, where music and visual arts overlap, complement and question
each other:
The spoken word in visual art, the examination of soundscapes, noise compositions, ambient sound, investigation of the physics of sound, the technology of creating sounds and so forth.

The essential is the point of contact, where the interplay of sound and matter becomes perceptible.

We are looking for works and live-performances corresponding to these topics and we apply to musicians as well as visual artists.

Submissions may be installations, sound objects, visual art, videos, digital art, sound performances
or musical interventions for the evening program.

The exhibition will take place in December 2011 in the “Echoraum” in 1150 Wien and in another exhibition room. There will be space for permanent installations as well as a performance program during the evening.

Proposals to /
Einreichungen bitte per mail an
klangmanifeste@gmail.com

BIS 31.5.2011!

Kurzbeschreibung / short description
ev. Fotos, Skizzen bzw. Soundbeispiele / poss. pictures, sound examples
Kurzbiographie / short biography
Kontaktdaten / contact information
weblinks

Kategorien Ausschreibungen

Mauthausen9

Befreiungsfeier in Mauthausen

Am 8. Mai feierten tausende Menschen aus aller Welt den 66. Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen durch US-Amerikanische Truppen. Hier ein paar Eindrücke:

 

Tausende ziehen durch das Tor auf den Appellplatz.

Mauthausen5 Eine Botschaft an die Burschenschafter, die am selben Tag auf dem Heldenplatz trauern.

Mauthausen8 Nur hier: friedlich nebeneinander…

Mauthausen6 Die Befreiungsfeier ist ein Pflichttermin für viele LinzerInnen.

Mauthausen7 Wie immer dabei: die Fahne der Antifaschistischen Aktion.

Mauthausen2 Noch gibt es sie: Überlebende des Nazi-Terrors.

Mauthausen10

Mauthausen3 Betroffenheit nach einem Lokalaugenschein in den Baracken.

Mauthausen4 Ein Teil der Gäste muss leider immer noch beschützt werden…

Mauthausen

Mauthausen13 Ein beliebtes Fotomotiv.

Mauthausen11 In der Baracke 1 ist eine neue Ausstellung zu sehen.

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Mauthausen14

Mauthausen15 An manche Teilnehmer werde ich mich wohl nie gewöhnen…

„einisågn und aussahean“ – Selber Radio machen am Linzfest

Wie einfach es ist, Radio zu machen, kann man am diesjährigen Linzfest erleben. Radio FRO, das freie Linzer Stadtradio, zeigt in drei Workshops am 21. und 22. Mai wie man Interviews macht und selbst produzierte Beiträge ins Radio bringt. Egal ob im Dialekt, auf Deutsch oder in anderen Sprachen.

WorkshopteilnehmerInnen kommen ins eigens auf der Donaulände errichtete Außenstudio, um ihre Beiträge live On Air zu präsentieren. Aber auch alle, die nicht die Zeit finden, an einem der Workshops teilzunehmen, sind im „Studiocontainer“ von Radio FRO herzlich willkommen. Hier kann man unmittelbar erleben, wie Radio gemacht wird. Wer sich traut, kann auch etwas ins Mikrofon „einisågn“ und gespannt sein, was die Menschen an den Radiogeräten dabei „aussahean“. „Denn live zu senden“, so Oliver Jagosch, Ausbildungsleiter von Radio FRO, „ist ein prickelndes, unmittelbares Erlebnis.“

Workshops (jeweils 6 TeilnehmerInnen)
Workshop 1: Sa., 21. Mai, 14:00 – 16:30 (Präsentation 18:00 – 19:00 vor Ort und live im Radio)
Workshop 2: Sa., 21. Mai, 17:00 – 19:30 (Präsentation 20:00 – 21:00 vor Ort und live im Radio)
Workshop 3: So., 22. Mai, 14:00 – 16:30 (17:00 – 18:00)
Anschließend an die Workshops präsentieren die WorkshopteilnehmerInnen selber ihre entstandenen Beiträge live „ON AIR“.

Workshop- Anmeldung
Mittwoch, 18. Mai und Donnerstag, 19. Mai (jeweils 12:00 – 20:00) bei der LINZFEST-Kartenausgabe am Hauptplatz 5 (Altes Rathaus)

Radio FRO Berichterstattung live vom Linzfest-Gelände
Fr., 21. Mai, 18:00 – 21:00 Uhr
Sa., 22. Mai, 15:00 – 21:00 Uhr
So., 23. Mai, 15:00 – 18:00 Uhr
Empfangbar auf 105.0 MHz und via Webstream unter www.fro.at/livestream sowie im Kabelnetz der Liwest auf 95,6 MHz.

Freies Radio…
…bedeutet, die Art von Radio, die man gerne hören möchte, einfach selbst zu machen – abseits von Einheitsbrei und ohne lästige Werbung. Freies Radio bietet allen, die schon immer ihre eigene Radiosendung machen wollten, die Möglichkeit, das auch zu tun. Und zwar in ihrer Muttersprache, mit ihrer Lieblingsmusik und mit ihren Lieblingsthemen. In Österreich gibt es von Dornbirn bis Wien insgesamt 14 Freie Radiosender, vier davon in Oberösterreich, dem „Land der Freien Radios“. Alleine bei Radio FRO in Linz senden etwa 350 ehrenamtliche Programmmachende in 17 verschiedenen Sprachen. FRO steht übrigens für „Freier Rundfunk Oberösterreich“.

Arbeitswelt der Zukunft – Prof. Bergmann in Bad Ischl

am 19. Mai um 19:30 im Kongresshaus Bad Ischl

Seit es Menschen gibt, ändert sich das Bild der Arbeit ständig. Bis ins
18. Jahrhundert ist es die eigene Landwirtschaft, die den Bedarf an
Lebensmitteln und Gütern deckt. Mit der Industrialisierung kommt es zur
Arbeitsaufteilung. Arbeitgeber stellen Menschen ein, die sich mit ihrem
Lohn Dinge kaufen, die sie zum Leben brauchen. Zu Beginn des 3.
Jahrtausends scheint auch das Industriezeitalter seinem Ende entgegen zu
gehen. Durch die fortschreitenden Technologien sind immer mehr
Produktionsstätten gezwungen zu schließen und hinterlassen damit immer
mehr Arbeitslose. Für diese Menschen muss Arbeit auf eine völlig
neuartige Weise organisiert werden.

„Wir leben in einer Zeit, in der die althergebrachten Modelle sterben.
Jetzt haben wir die große Chance, Arbeit grundlegend neu zu begreifen
und zu definieren.“ Das sagt der Philosoph Dr. Frithjof Bergmann, der
sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt. Für ihn ist das
post-industrielle Zeitalter längst Realität und die neue, nächste
Organisationsform von Arbeit ist angesagt…

Es referieren:
# Dr. Frithjof Bergmann – (geb. Hallstätter, Philosoph, em.
Universitätsprofessor an der University of Michigan, OTELO Partner)
# Dr. Christoph Schneider – Leiter Abteilung Wirtschaftspolitik WKÖ
# Mag. Josef Moser – designierter Direktor der AK Österreich
# Mag. Johannes Kopf – Vorstand AMS Österreich

Kartenreservierung:
Per E-Mail an bad-ischl@wkooe.at bis Montag, 16. Mai 2011
Kosten: € 10,– pro Person, bar an der Abendkassa (Jugendliche bis 18
Jahre frei) Mit dem Reinerlös werden Pflichtschulabgänger bei ihrer
Berufsorientierung unterstützt.

pock it – dein Handy-Video auf dorftv

Smartphones erobern die Hosen- und Handtaschen der Menschen.
Videoproduzieren war noch nie so einfach. Täglich werden hunderttausende
Handy-Clips auf Youtube oder Facebook hochgeladen. Kompakt und in
hochaufösender Videoqualität. dorftv ist der erste Sender, der solche
Clips auch im Fernsehen zeigt. Die Philosophie von dorftv: Einfach
produzieren.

Die Workshops im Rahmen der FdR Medienkarawane zeigen wie einfach es
sein kann, mit Handy oder Pocket-Kamera eigene Clips fürs Fernsehen zu
produzieren und worauf man dabei achten muss. Die kostenlosen Workshops
finden im OTELO Vöcklabruck statt, das als Kooperationspartner die Räume
zur Verfügung stellt!

Samstag, 7. Mai : 14:00-19:00 Uhr im OTELO Vöcklabruck
Freitag, 10. Juni: 15:00-20:00 Uhr im OTELO Vöcklabruck
Freitag, 24. Juni: 14:00-19:00 Uhr im OTELO Vöcklabruck

Anmeldung via programm@otelo.or.at oder telefonisch via 0664/3066066

weitere Infos:
www.dorftv.at
www.medienkarawane.org

Frauensommeruniversität Linz 2011

„Lebensrealitäten: Weiter denken. Weiter handeln“
Aufruf zur Beteiligung – „Call for Statements“

Wann: 22. bis 24. September 2011
Wo: Kunstuni Linz
Veranstalterin: Linzer Verein zur Förderung feministischer
Wissenschaft und Praxis

Frauenuniversitäten haben eine lange Tradition. Sie wurden geschaffen,
um weibliche Freiräume an den von Männern dominierten Universitäten zu
etablieren. Seit 2007 finden die Frauenuniversitäten in Österreich
wieder statt. 2011 gibt es in Linz eine Frauensommeruniversität
(FSU).Die Frauensommeruniversität soll ein Freiraum für alle
interessierten Frauen und Transfrauen sein. Dort sollen Erfahrungen
ausgetauscht sowie Vernetzung und Bildung ermöglicht werden. Der
Freiraum soll dazu genutzt werden, Projekte zu planen. Hier können die
gegenwärtigen Ungleichheiten aufgezeigt und Strategien dagegen
entwickelt werden. Der Freiraum bietet Platz für Diskussion und
Engagement. Ebenso soll Raum fürs Feiern, Tanzen, Essen und Trinken
geschaffen werden. Die Frauenuni lebt von den Frauen, die sie mit
Leben füllen. Sie bietet daher eine Möglichkeit für Einzelfrauen und
Gruppen. Diese sollen eigene Forderungen, Ideen, Projekte,
Forschungsergebnisse einbringen.

Themen: Thematisch befasst sich die Frauenuni mit den Lebensrealitäten
von Frauen in verschiedenen Kontexten. Dabei geht es auch darum,
Brücken zwischen Alltag, Wissenschaft und Politik zu schlagen.
Vorstellungen und Strategien sollen diskutiert werden, wie
Gleichstellung erreicht werden kann und wie sich eine solche gestalten
soll (Details siehe Anhang und www.frauenuni.net)

Formen der Beiträge: Die Beiträge zu den Themengebieten können in
unterschiedlicher Form eingebracht werden: egal ob inhaltlicher
Workshop, künstlerische Projekte oder Aktionen, Poster-Präsentation
oder Medienwerkstatt. Jede Form der Beteiligung ist möglich!

Finanzielle Unterstützung: Es werden die Fahrtkosten, Unterkunft und
Materialkosten (in Rücksprache) übernommen. Für die Beiträge selbst
kann nur eine kleine Aufwandsentschädigung (je nach Budget) entrichtet
werden.

Zeitplan: Ideen für ein „Statement“ müssen bis spätestens 15. Juni
2011 in Form eines kurzen Abstracts (rund 300 Wörter oder eine Seite)
per Mail oder Post an die Veranstalterin eingereicht werden. Eine
Rückmeldung zu den Einreichungen gibt es bis Mitte Juli.

Je vielfältiger die eingebrachten Ideen und die sich beteiligenden
Personen sind, umso besser.
Daher bitten wir Dich/Sie, diesen Aufruf auch im eigenen Umfeld
möglichst breit zu versenden. Wir freuen uns auf viele Einreichungen!

Einsendung und Fragen:
ÖH-Linz
z. H: Linzer Verein zur Förderung feministischer Wissenschaft und Praxis
Altenberger Straße 69, A-4040 Linz
Mail: frauensommerunilinz@gmail.com
www.frauenuni.net

Die Gefahr, die Gefahr

Letzte Woche sprach Anne Roth (Pseudonym) in dem Vortrag „Du bist Terrorist?“ über jenen Terrorismusverdacht, der ihren Lebensgefähren und ihre Familie betraf.

 

In Short: Der besagte Lebensgefährte ist Soziologe und forscht im Bereich Stadtsoziologie/Gentrification. Wie es zu der vermeintlichen/tatsächlichen Verdächtigung kam, entnimmt man am einfachsten über eine Radiosendung im FROzine.

Doch wie kam der Wissenschaftler ins Visier der Polizei? Nun, man kennt die Geschichten, die Verschwörungstheorien, dass der Verfassungsschutz, Geheimdienst oder die Polizei auf bestimmte Begriffe „sensibel“ reagieren. Was genau wann wie warum ermittelt wird, bleibt geheim. Es ist ja eine Ermittlung. Bei Andrej Holm war es so, dass seine wissenschaftliche Auseinandersetzung im Feld Gentrifizierung/Gentrification durch einen Zufall ausreichend war, um verdächtig zu werden. Und das ist keine Vermutung, sondern ergab sich durch das monatelange Studium der „Verdächtigen“ mit den Vorwürfen durch die Polizei. Jedenfalls, der Fall ist ein Indiz dafür, dass der Begriff und die Aktionen um Gentrification vom Staat unerwünscht sind. Goethe revisited: „Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.“ Tja. Ein Begriff ist nicht nur bloße Theorie, sondern kann auch BürgerInnen-Bewegungen nachsichziehen; in diesem Fall, wenn Stadtteile durch Verschönerung/Verteuerungs-Interessen durch Investoren für BürgerInnen nicht mehr leistbar ist. Das ist Prostest, vor dem der Staat das Kapital schützen will.

Anna Roth zählte in Ihrem Vortrag noch weitere 6 Begriffe auf, die aus der Polizei-Perspektive verdächtig sind.

Einer davon ist: das Prekaritat.

 

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1. Mai in Linz

Hier ein paar Pics vom 1. Mai in Linz. Die SPÖ hat sich mit ihrem „Festzug“ leider so lange Zeit gelassen, dass die Alternative Maidemo zum ersten Mal seit ich denken kann in schweren Regen geraten ist. Die Welt steht wohl nicht mehr lange..

 

Niemand fühlte sich auf die Schaufel genommen.

1mai11_Linz_6 Die Jusos führen den Maiaufmarsch der SPÖ an und demonstrieren gegen das von ihrer Partei beschlossene Fremdenrechtspaket.

1mai11_Linz_8 AktivistInnen von Social Impact haben besonders mit den Musikkapellen ihren Spaß.

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1mai11_Linz_13 Aber auch andere nutzten den SPÖ-Aufmarsch für „stillen“ Protest.

1mai11_Linz_12 Der Slogan der Stadtpartei wurde inhaltlich etwas ergänzt.

1mai11_Linz_11 Endlich bringt sich auch die radikale Linke in den tagespolitischen Diskurs ein.

1mai11_linz_15 Die Alternative: wie immer unvermummt.

1mai11_Linz_9 Highlight der alternativen Demo war aber einmal mehr der pink&silver-Block.

 

GRUPPE:filmkunst sucht StatistInnen

GRUPPE:filmkunst sucht StatistInnen mit Charakter für das neue Spielfilmprojekt
„DAS FALSCHE HERZ“

Der Film spielt um 1880 im Hausruckviertel und wird auch in dieser Gegend und im Studio in Schörfling gedreht.
Es gibt für die Besetzung ein Casting incl. Kostümprobe voraussichtlich Anfang Juni (11./12.6). Gedreht wird dann im Juli und August.
InteressentInnen melden sich vorab am Besten mit einem Foto und Kontaktdaten oder anfallenden Fragen an:
produktion@gruppefilmkunst.com
www.gruppefilmkunst.com
Tel.: 0650 7031919 (Bettina Hutterer)