Kulturmanagement-Tage

Die Weiten des Kulturmanagements sind unendlich – die Möglichkeiten, in den „Kosmos des Kulturmanagements“ einzutauchen ebenso vielfältig. Am 21. und 22. September entführt das Institut für Kulturkonzepte Interessierte in die Spähren seines umfangreichen Weiterbildungsangebotes und demonstriert, wie damit aus einer Idee, ein Plan, ein Projekt und schlussendlich ein erfolgreicher Betrieb entstehen kann.

An zwei Tagen haben Weiterbildungshungrige die Möglichkeit, durch ein abwechslungsreiches Programm aus Kurzvorträgen, Round-Tables und Präsentationen zu reisen. Ein kompakter Einblick in den „Kosmos professionellen Kulturmanagements“ und dessen aktuelle Herausforderungen ist dabei das Ziel:
– Am Dienstag wird das Thema Leadership angesteuert und somit der Lehrgang „Kultur & Organisation“ in den Mittelpunkt gerückt.
– Am Mittwoch dreht sich alles um die Karriereplanung sowie Projektorganisation – Ansatzpunkte des Zertifikatskurses „Kulturmanagement“.

Die Kulturmanagement-Tage eröffnen den BesucherInnen einen unmittelbaren Einblick in die Philosophie und den Qualitätsanspruch, die den Seminaren und Lehrgängen des Instituts zugrunde liegen und bieten die Möglichkeit, sich individuell zu den Seminaren und Lehrgängen beraten zu lassen.

Termin
21./22. September 2010
10.00 – 16.30 Uhr

Institut für Kulturkonzepte
Gumpendorfer Straße 9/10
1060 Wien

Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Institut für Kulturkonzepte
Tel.: 01/58 53 999
office@kulturkonzepte.at
www.kulturkonzepte.at

Bock Ma’s Festival

Heuer geht das letzte Mal das Bock Ma’s Festival in Timmelkam über die Bühne. Das Fest, das die Flüchtlingshilfe des Vereins Ute Bock rund 6 Jahre unterstützte, setzte und setzt zentrale politische Impulse und vereint regionale und freie Kulturvereine. In der Sendung Informationen, Hintergründe und ein Ausblick was die FestivalbesucherInnen am Wochenende erwartet.

Bock Ma’s ein letztes Mal

Noch ehe sich eine Tradition einstellen konnte, haben sich die VeranstalterInnen entschlossen, das Bock Ma’s Festival, das dieses Wochenende zum 6. Mal über die Bühne geht, auslaufen zu lassen.

Das VeranstalterInnen-Kollektiv ist aus mehreren Motiven entstanden. Zum Einen waren es die herrschenden Missstände innerhalb parteipolitischer Institutionen – hier wollte man dem etwas entgegensetzen. Ausserdem versuchten die InitiatorInnen des Bock Ma’s Festival Abseits von kommerzieller Zeit-und Traditionskultur ein interessantes und politisch engagiertes Fest zu organisiseren.

Und dann kam Ute Bock ins Spiel. Ihr Verein ist zu einer nicht mehr wegzudenkenden sozialen Institution Wiens geworden. In den Ute Bock Wohnprojekten sind über 300 obdachlose AsylwerberInnen untergebracht. So haben eine handvoll Menschen eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die nicht nur auf die Missstände hinweist sondern ein Event, das zeigt, wie Hilfe und Unterstützung aussehen könnte und bei dem man sich genauso amüsieren wie informieren kann. Mittlerweile hat sich das Bock Ma’s zu einem jährlichen Dreh- und Angelpunkt regionaler und freier Kunst-, Kultur- und Medienschaffender entwickelt.

Im Interview spricht einer der Organisatoren, Reinhold Seyfriedsberger, über das Festival und warum es heuer das letzte Mal über die Bühne gehen soll.

There’s something inside: BOMBAY SAPPHIRE – offener Kreativwettbewerb

BOMBAY SAPPHIRE ruft zum Wettbewerb auf: Von 22. bis 24. Oktober findet die Trend-Messe wintertime im Austria Center in Wien statt. BOMBAY SAPPHIRE ist auf drei Ausstellungsflächen vertreten und lässt diese von Kreativen gestalten. Ab 17. August können Konzepte eingereicht werden. Ausgeschrieben ist der Wettbewerb unter dem gleichen Titel wie die aktuelle Werbekampagne „There’s something inside“. Diese lädt dazu ein, den Premium Gin näher zu betrachten und einen Blick auf die zehn Kräuter zu werfen, aus denen sich die Spirituose zusammensetzt.

wintertime.DESIGN.SPACE
Auf 6000 m2 präsentieren Aussteller und Partner der wintertime Trends und Innovationen aus Lifestyle, Freizeit und Sport. Als Partner ist BOMBAY SAPPHIRE mit einer Bar wie auch drei Ausstellungsflächen vertreten. Die Gestaltung dieser Flächen im wintertime.DESIGN.SPACE und in der B2B Lounge überlässt BOMBAY SAPPHIRE einfallsreichen Köpfen. DesignerInnen, ArchitektInnen, KünstlerInnen und andere Kreative können sich konzeptionell austoben: Die Einbindung von Textilien, Video- und Audiodateien ist ebenso möglich wie Lichtinstallationen, Text- und Bildcollagen oder räumliche Interventionen. Die beste Idee wird bei der wintertime umgesetzt und mit € 1.000 honoriert. Bewertet wird danach, wie innovativ das Konzept ist, welche Mittel zur gestalterischen Umsetzung gewählt werden und wie die Corporate Identity von BOMBAY SAPPHIRE reflektiert wird.

There’s something inside
Die Kampagne „There’s something inside“ erzählt die Geschichte der verschiedenen in BOMBAY SAPPHIRE enthaltenen Kräuter aus aller Welt – Zitrone, Mandel, Süßholz, Wacholder, Schwertlilie, Angelica, Koriander, Zimtkassie, Kubeben-Pfeffer und Paradieskörner –, begleitet von Porträts verschiedener Persönlichkeiten aus dem Kreativsektor. Weltoffenheit und Engagement ist es, was die „BotschafterInnen“ und BOMBAY SAPPHIRE verbindet. Mit Engagement und ausgewählten Förderungen und Kooperationen in den Bereichen Design, Mode und Musik erreicht BOMBAY SAPPHIRE glaubwürdig seine Zielgruppe. Besonders unterstützt wird heimisches Design und der Kreativ-Nachwuchs.

BOMBAY SAPPHIRE wurde 1959 vom New Yorker Spirituosenimporteur Alan Subin gegründet und gehört zur Bacardi-Martini GmbH. Ausgehend von der Gründung der BOMBAY SAPPHIRE® Foundation in London im Jahr 2001 entstanden Kooperationen mit Designschulen und international anerkannten Designern wie Karim Rashid, Marcel Wanders oder Tom Dixon.

Beginn der Ausschreibung: 17. August 2010
Ende der Ausschreibung: 20. September 2010 (18 Uhr)

Teilnahmebedingung: Hauptwohnsitz in Österreich, Vollendung des 21. Lebensjahres

Informationen auf:
bombaysapphiredesign.at
www.bombaysapphire.com

www.wintertime.at

Projektleitung Wettbewerb
juicy pool. communication
Mag. Verena Widl
Tel: +43 1 481 54 54-40
Mail: verena.widl@juicypool.com
Bacardi-Martini GmbH
Mag. (FH) Martina Kurtz
(Brand Managerin BOMBAY SAPPHIRE)
Handelskai 94-96
1200 Wien
Tel: +43-1-610 31 0
Mail: mkurtz@bacardi.com

AMS Performance

Das Prestige des AMS ist, glaube ich, nicht besonders hoch. Zumindest muss ich sagen, dass sich so manches Klischee nach meinem zweiten Besuch bestätigt hat. Und ich denke nicht, dass KulturarbeiterInnen dort schlechter gestellt sind, als andere Berufsgruppen. Jedenfalls hat es mich erwischt und ich landete beim AMS. Und ehrlichgesagt, dachte ich nicht im entferntesten daran, dass diese Termine in irgendeiner Form herausragend sein könnten, obwohl ich Amtsbesuche stets kafkaesk empfinde.

Ein wertvolles Mitglied

Ich sitze also das erste Mal in einer solchen Koje. Der immergleiche Amts-Chic: Pflanzen, Poster mit weisen Sprüchen, kleine Keramik- und Plüschfiguren, Familienfotos. Die Frau Sachbearbeiterin fragt mich nach meiner Versicherungsnummer und willkommen in der Informationsgesellschaft: alle relevanten Daten tauchen vor ihr auf dem Bildschirm auf. Langsam kräuselt sich ihre Stirn, erste Sorgenfalten tauchen wegen meiner Versicherungsjahre auf. Ich soll einmal sagen, was ich die letzten Jahre so machte, wo meine Fähigkeiten liegen und was ich einmal werden will, wenn ich groß bin. Ich fange zu erzählen an und ende bei meiner Unpäßlichkeit (Krankheit), die mich das letzte halbe Jahr etwas aufgehalten hat und spreche über Kulturarbeit. Die Dame mir gegenüber zieht ein sorgenvolles Gesicht und eine Unzulänglichkeit spiegelt sich dort, die mich etwas bestürzt. Ich zweifle, ob ich für eine AMS-Tour de force schon genug Energie habe. Dann wird mir die Arbeitswelt erklärt: „…in das System einsteigen“ … „funktionieren“ … „einen 40-Stunden-Job annehmen und um 7 Uhr morgens aufstehen, das heisst das“ … „ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft werden“ …”diese Kulturarbeit, schön und gut, aber das ist eine Negativspirale.” „Und ausserdem, Sie sind ja überhaupt nicht krankenversichert!!“ Dass ich schon öfter und länger nicht krankenversichert war, verheimliche ich der Dame; auch, dass ich in einigen ehrenamtlichen Funktionen tätig bin.

Automaten

Dann wird alles wirklich kompliziert und die AMS-Dame verlangt, dass ich zum Hausarzt gehe und mit ihm aushandle, mich noch 2 Wochen krank zuschreiben, was schwierig wird, da ich nicht versichert bin und außerdem schon längst arbeite. Die Logik erschließt sich mir nicht. Aber da mein Verwirrungsgrad einigermaßen hoch ist, mache ich was von mir verlangt wird.
Die kurze Episode beim Hausarzt am nächsten Tag ist ähnlich unerfreulich. Ich versuche ein 5 Minuten Gespräch beim Arzt bei der Sprechstundenhilfe auszumachen, was mir nicht gelingt, da sie automatisch wiederholt: „Ja, aber … Sie sind nicht versichert!“ Dann gelingt doch der Eintritt ins Arztzimmer und der Herr Doktor gibt noch eines drauf und erklärt sich mit einem Vergleich: „Wenn Sie zum Trafikanten gehen und Zigaretten kaufen, brauchen’s auch a Geld“. Er vergißt zu fragen, wie es mir geht und ob ich noch Medikamente habe. Ich gehe. Ich bin menschlich enttäuscht und ärgere mich, dass mich das so betroffen macht. Einigermaßen nervenzerstört lese ich Zweigs „Die Welt von gestern“. Gute Literatur ist wie Aspirin. Man wirft es ein, es löst sich auf und es wirkt.

Performance lernen

Der nächste AMS Termin wird von mir auf unbestimmte Zeit verschoben. Ich lese und erhole mich von der äußeren Welt. Zwei Tage später öffene ich den Postkasten und merke, dass ich tags zuvor einen verpflichtenden Termin beim AMS wahrnehmen hätte müssen. Niemand ist postalisch schneller als das AMS. Herrje. Meine mir vermittelte Unzulänglichkeit habe ich soeben bestätigt. Ich fahre also wieder die Wienerstraße entlang und bin auf meinen neuen Sachbearbeiter gespannt. Ich bin nämlich jemandem Neuen zugeteilt worden. Das AMS ist auch am Vormittag wenig besucht. Wo sind alle arbeitslosen Menschen? In irgendwelchen Kursen. Beschäftigungstherapie – wird mir auch noch blühen. Niemand wartet vor Zimmer 2. Ich trete also ein. Ein schweres Vergehen. „Wer sind denn Sie? Haben Sie überhaupt einen Termin. Das ist ja noch schöner, da können wir uns den Zettel an der Tür ja überhaupt sparen!“, entsetzt sich der Herr Sachbearbeiter. Er scheint persönlich beleidigt zu sein. Seine Unfreundlichkeit ist so groß und so selbstverständlich, dass ich beinahe lachen muss. Er telefoniert, tippt in die Tastatur, er registriert, er spricht mit einer Kollegin und immer ist da dieser pikierte Zug um seine Lippen. „Jetzt setzens Ihnen schon hin! Laufens nicht so nervös herum. Für was haben wir Sessel?“ mault er gnädig in seinem Reich. Der Dünkel ist enorm in diesen Zimmern. Es widerstrebt mir mich zu setzen, vorher will ich aufklären, warum ich hier bin. Er räumt ein, dass der Termin tatsächlich sehr kurz angesetzt war. Und ich sei im Übrigen eh versichert. Fragezeichen im Kopf. Das ist alles schrecklich langweilig. Ich unterschreibe ein Formular, mit dem ich meine Säumigkeit entschuldige. Wir schieben Daten hin-und her und streiten ein wenig, weil ich nicht schon ab 7 Uhr früh arbeiten will.

Das ist alles nur eine Performance.

Fundraising für Kunst und Kultur am 17. Österreichischen Fundraising Kongress

Fundraising gewinnt in der Kunst- und Kulturszene immer mehr an Bedeutung. War früher der Staat hauptsächlich für die Finanzierung verantwortlich, gewinnen zunehmend private Unterstützer und Sponsoren an Bedeutung. Um diesen Trend gerecht zu werden, wird Kunst- und Kultur-Fundraising auch wieder Thema am Fundraising Kongress von 11. bis 12. Oktober in Wien sein.

Auf dem Fundraising-Kongress wird es dieses Jahr wieder zahlreiche Programmpunkte für Kunst- und Kulturfundraiser geben. So werden Brigitte Kössner-Skoff von Initiativen Wirtschaft für Kunst und Nina Auinger-Sutterlüty, verantwortlich für Kommunikation und Marketing im Kunsthistorischen Museum, in ihren beiden Workshops erfolgreiche Partnerschaften im Kunst- & Kultursponsoring aus der Sicht der Wirtschaft und der Kunst und Kultur betrachten. Der erfolgreiche Fundraiser zahlreicher Kunstbenefizauktionen, Michael Walk, wird über die Organisation solcher Veranstaltungen referieren. Was ist zu beachten und welche Kardinalfehler sollten vermieden werden. Der zweite Kongresstag widmet sich einem weiteren momentan heiß diskutiertem Thema: Stiftungen. Welche Rolle haben sie und welche könnten oder sollten sie einnehmen? Neben StiftungsexpertInnen wie Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, oder dem Stiftungsfundraiser Thomas Schiffelmann wird als Highlight Martin Essl, Stifter des weltweit größten Sozialpreises – dem „Essl Social Prize“, zu Gast sein und über seine Motivation als Stifter berichten.

Außerdem am Programm: Grassroots-Fundraising am Beispiel der Wahlkampagne für Präsident Obama. Thomas Gensemer, dessen Firma Blue State Digital (USA) diese Kampagne organisierte, wir über seine Erfahrungen sprechen und wie Menschen erfolgreich mobilisiert und motiviert werden können. Wie man emotionale Beziehungen herstellen und neuen Zielgruppen über Medienkooperationen ansprechen kann, wird im Mittelpunkt des Vortrags von Michaela Zichtl, verantwortlich für das Marketing des Kurier, sein. Am Fundraising Kongress werden Dienstleister, NGOs und Interessierte wieder zusammen treffen. Für kleinere NGOs werden auch dieses Jahr wieder Stipendien vergeben. Noch bis Ende August besteht die Möglichkeit, sich dafür zu bewerben.

Alle Informationen und das Programm zum Fundraising Kongress von 11. bis 12. Oktober sind auf der Website www.fundraisingkongress.at abrufbar.

Online-Beratung für Ehrenamtliche

Mehr als ein Drittel aller ÖsterreicherInnen sind ehrenamtlich engagiert: In den großen Verbänden oder der örtlichen Feuerwehr, in Pfarren oder Parteien, in Form von Nachbarschaftshilfe, der Pflege und Betreuung von Angehörigen, u.a.m. Ehrenamtlich tätig zu sein kann viel Freude machen und bietet zahlreiche Vorteile: Wer sich freiwillig engagiert, schafft sich ein Netz von Freunden und Gleichgesinnten, kann seine Talente und Fähigkeiten sinnvoll nutzen und so seine Persönlichkeit bereichern – kurz: Es gib Sinn und ein „gutes Gefühl“, für andere da zu sein.

Und doch kommt es vor, dass Ehrenamtliche sich mit ihrer Aufgabe oder bestimmten Situationen überfordert fühlen; dass man Schwierigkeiten hat, Familie, Beruf und Ehrenamt „unter einern Hut“ zu bringen; dass das Schicksal von Menschen, die man betreut, einen mehr beschäftigt, als man vielleicht momentan verkraften kann, und anderes mehr. Um Ehrenamtlichen zu helfen, solche Situationen zu meistern, bietet Kolping Österreich ab sofort psychosoziale und rechtliche Unterstützung für ehrenamtliche MitarbeiterInnen aller Organisationen durch PsychotherapeutInnen und eine Juristin im Internet. Die Beratung erfolgt kostenlos, anonym und vertraulich über einen „sicheren“ Server.

Und so funktioniert es: Ehrenamtliche, die unsere Beratung in Anspruch nehmen wollen, wählen unsere Website an www.kolping.at und folgen dem Link zur „Onlineberatung“; sie legen sich einen Benutzernamen und ein Passwort zu, und schon können sie eine Anfrage stellen bzw. ihr Problem beschreiben. Die Anfrage kommt in einer Art „Briefkasten“ auf dem eben erwähnten datengeschützten Server; die BeraterIn loggt sich ebenfalls auf diesem Server ein und beantwortet die Anfrage innerhalb von 3 Werktagen (juristische Fragen werden 1x/Woche bearbeitet).

https://kolping.beranet.info

Kulturinitiativen im Portrait: Elements of Style

In dieser Ausgabe von Radio KUPF wird wieder ein Mitgliedsverein der Kulturplattforum Oberösterreich vorgestellt. Diesmal sind AktivitstInnen vom Linzer Verein Elements of Style zu Gast im Studio.

Elements of Style ist ein Verein zur Förderung und Vermittlung der Hip Hop Kultur. Der Verein bezweckt einerseits Jugendlichen und Interessierten die Hip Hop Kultur näher zu bringen, und andererseits auch die Infrastruktur der bereits bestehenden Szene zu fördern.
Aktuell bietet der Verein Workshops zu Breakdance, Rap, Dj-ing und Graffiti an und organisiert die Veranstaltungsreihe Queen/King of Style Breakdance-Battle.

http://www.elementsofstyle.at

So Nicht! Förderskandal beim Kupf Innovationstopf 2010

KUPF Innovationstopf 2010: Zwei Projekte, die sich kritisch mit der geplanten Stadtwache auseinandersetzen, wurden im Rahmen des KUPF Innovationstopfs von einer unabhängigen Jury ausgewählt. Von Seiten der Kulturabteilung des Landes kam plötzlich und unvorhergesehen die Absage zur Förderung dieser Projekte. Infos zum inhaltlichen Konzept und Gründe, warum die Politik nun in das Kulturschaffen eingreift, stellen wir in der Sendung vor.

So Nicht! Förderskandal beim Kupf Innovationstopf 2010

Seit 1995 hat die KUPF – Kulturplattform OÖ gemeinsam mit dem Land OÖ den KUPF Innovationstopf als alternatives Förderinstrument im Kunst- und Kulturbreich entwickelt. Das Land stellt hier ein “Risikokapital” von rund 75.000 € bereit, da es auf die Einflussnahme auf die Ausschreibung und die Jurybesetzung verzichtet. Heuer wurde mit dieser Vereinbarung gebrochen und zum ersten Mal von Seiten der Parteipolitik eingegriffen. Als Argument bringen die BeamtInnen ein, dass die Direktion Kultur jene beiden Projekte nicht als förderwürdig erachtet, da “nach fachlicher Prüfung des inhaltlichen Konzeptes leider festgestellt werden musste, (…) dass bei diesen Projekten in keinster Weise weder künstlerische und zeitgenössische kulturelle Inhalte erkennbar waren.”

Karl Klar und Christian Korherr stellen die Projekte Watchdogwatcher und Wachschatten vor.

Die KUPF GeschäftsführerInnen Eva Immervoll und Stefan Haslinger fragen sich, warum von Seiten des Landes nun erstmals in jurierte Projekte eingegriffen wird.

Als Reaktion startete die KUPF eine Kampagne, in deren Zentrum eine Petition steht; diese kann man unter Zumutungen.at unterschreiben. Just do it!

Und weiter … ?

Es kann sein, dass die Grünen zur Causa Förderskandal KUPF Innovationstopf eine Anfrage im Landtag stellen. Das ist gut und notwendig. Aber letztlich geht es nicht „nur“ um die bislang gefallenen Projekte „Wachschatten“ und „Watchdogwatcher“, sondern um Grundsätzlicheres: Um die Freiheit des Kunst- und Kulturschaffens, frei von politischer Einflussnahme.

Ist die KUPF nun die Einzige die Widerstand gebietet? Ist die Petition das einzige Mittel? Haben KünstlerInnen schon interveniert, einen Schlachtplan erstellt?

Zum Kulturbegriff

Jetzt kommt es ganz dick! Wir diskutieren heute: „Was ist Kultur?“
Um im nächsten Absatz auch gleich wieder damit aufzuhören.

Die Frage die sich rund um die Causa Innovationstopf 2010 aber in sehr vielen Kommentaren und Diskussionen findet, ist: „Muss alles was als Kulturprojekt tituliert wird, auch aus Kulturmitteln gefördert werden?“ Die simple Antwort darauf muss „Nein“ lauten. Denn damit würde es wohl doch zu einfach werden.

Die komplexere Antwort darauf führt aber wieder zur Ausgangsfrage: „Was ist Kultur?“ bzw. „Was ist Kulturarbeit?“.

Kulturbegriffe sind und waren stetem Wandel unterworfen, immer ging es auch darum wer die Definitionshoheit besaß, bzw. besitzen wollte. Aber, was unbestritten ist, ist dass der Kulturbegriff und das Feld der Kulturarbeit einer permanenten Erweiterung unterzogen wird. Medienarbeit als Kulturarbeit? Vor nicht allzu langer Zeit noch undenkbar? Kulturarbeit von MigrantInnen? Vor kurzem noch eine Reduktion auf folkloristische Heimatsverherrlichung, heute ein Ausdruck selbstbestimmten Daseins.

Und zur Causa. Formen von Kommunikationsguerilla, künstlerischen Interventionen fallen alle unter den Begriff der „politischen Kulturarbeit“ bzw. sind auch „politische Kunstbegriffe!“

Und ja, es mag einigen nicht gefallen, wie hier agiert wird. Aber, es muss darüber diskutiert werden.

Und hier kommen wir wieder zur Abrundung! Alleine zu sagen: „Kein künstlerisch, kultureller Inhalt“, ohne ein Eingehen auf Form und Inhalt ist zu wenig!