ORF III – Kultur & Information: Artists-in-Residence

Der junge Spartenkanal ORF III – Kultur und Information startet nach seinen ersten erfolgreichen Monaten nun auch ein „Artist-in-Residence“-Programm für zeitgenössische Kunstschaffende. Der Sender lädt Künstlerinnen und Künstler dazu ein, sich mit dem Medium auseinanderzusetzen und in Eigenregie ein Fernsehkunstwerk zu kreieren. Das dem Fernsehen eigene ästhetische Potenzial, das es von anderen Präsentationsorten wie dem Ausstellungsraum oder dem Kino unterscheidet und zu einem einzigartigen Platz für kreative Projekte macht, soll dabei erforscht und ausgelotet werden.
Koordiniert und betreut wird das Programm von FM4-Mitarbeiterin Judith Revers, die sich in ihrer Dissertation an der Akademie der bildenden Künste Wien mit dem Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und öffentlich-rechtlichem Fernsehen auseinandersetzt.
Bis zum 20. Juni 2012 können Konzepte eingereicht werden.

Detaillierte Unterlagen, Infos und Bestimmungen finden sich ab dem 31. Mai 2012 unter http://tv.orf.at/

Pangea sucht neue Geschäftsführung

Pangea – Interkulturelle Medienwerkstatt – ist eine KUPF-KI, die einen Bildungsauftrag im Spannungsfeld von Medien und Politik erfüllt und an der Schnittstelle von sozialer- und kulturpolitischer Arbeit werkt. Es ist ein sozialer Raum, in dem politischer Antirassismus gelebt wir. Pangea bietet junge AsylwerberInnen freien Zugang zu Internet und neuen Medien. MigrantInnen und ÖsterreicherInnen organisieren gemeinsam künstlerische und kulturelle Projekte. Mehr über Pangea:
www.pangea.at

Aufgabenbereiche der Geschäftsführung:
• Koordination und Kommunikation nach innen und außen.
• Finanzgebahrung, Förderabwicklung mit öffentlichen Förderstellen.
• Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Angebotes der interkulturellen
Medienwerkstatt, Tätigkeit als Medienpädagoge/Medienpädagogin.
• Entwicklung und Umsetzung sozialer, künstlerischer und kultureller Projekte.

Unser Anspruch/unsere Wünsche:
• Berufserfahrung in ähnlichen Bereichen, möglichst Führungserfahrung,
zumindest Erfahrung in der Leitung von Projekten.
• Erfahrung mit Finanzmanagement und öffentlichen Förderstellen.
• Grundkenntnisse im Umgang mit Office-Anwendungen und Internet.
• Interesse/Wissen in den Bereichen politischer Antirassimus und Migrationspolitik.
• Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen.
• Genderkompetenz.
• Genauigkeit und hohes Verantwortungsbewusstsein.
• Teamfähigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität.

Wir bieten:
• Eine Anstellung im Ausmaß von 20–30 Wochenstunden mit einem Bruttogehalt
von € 880 bzw. € 1.320 pro Monat (14 Monatsgehälter).
• Ein anspruchsvolle Tätigkeit mit der Möglichkeit, das eigene Arbeitsfeld inhaltlich
weitreichend selbst zu gestalten.
• Ein gutes Netzwerk aus Sozial- und Kultureinrichtungen sowie der Freien Szene.
Dienstbeginn: 01.09.2012
Bewerbungsfrist: 10.07.2012
Bewerbungsgespräche: 16.07.2012

Aufgrund des Arbeitsfeldes und der Teamzusammensetzung werden MigrantInnen und Frauen bevorzugt.
Aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail (als PDF) an pangea@pangea.at.

Pangea – Interkulturelle Medienwerkstatt
Michael Reindl, MA
Marienstraße 10/2
4020 Linz
0650 542 30 70

Universitätslehrgang Sozialmanagement

Seit Beginn der 1990er gehören der Professional MBA bzw. der Universitätslehrgang Sozialmanagement als fixer Bestandteil zum Programm-Portfolio der Executive Education der Wirtschaftsuniversität Wien (WU).

Aufgrund seines interdisziplinären Ansatzes richtet sich dieses MBA-Programm nicht ausschließlich an aktive und potenzielle Führungskräfte in sozialen Organisationen. Das Kulturmanagement für gemeinnützige Kulturbetriebe liegt vor allem in der möglichst optimalen und effizienten Erfüllung eines öffentlichen Kulturauftrages bzw. einer daraus abgeleiteten Zielsetzung oder sonstigen Nonprofit-Zielen.

Heutzutage gehören Fragen der strategischen Ausrichtung, wie etwa Leitbildentwicklung und Missiondefinition sowie Positionierung zu einem fixen Bestandteil organisationaler Entscheidungen. Die Folge ist eine verstärkte Auseinandersetzung mit Fragen des Marketing Management, sowohl der Strategieentwicklung aber auch der Umsetzung auf Instrumentalebene.

In seiner inhaltlichen Ausrichtung zielt das Programm darauf ab, alle Managementbereiche, sei es etwa Personalmanagement und Organisation, Strategie und Innovation, Marketing und Märkte, Führung und Ethik, abzudecken und dabei den Besonderheiten des öffentlichen bzw. Nonprofit Bereichs gerecht zu werden.

Der nächste Lehrgang startet am 1. Oktober 2012; die Bewerbungsfrist endet am 30. Juni.

 http://www.executiveacademy.at/pmba-sm

CREATIVE REGION in residence: Berlin 2012

Die CREATIVE REGION vergibt jährlich je ein Projektstipendium in zwei kreativwirtschaftlich relevanten Städten und Regionen. Gestartet wird 2012 mit Berlin. Die CREATIVE REGION sucht nach repräsentativen Projekten, die in der kreativen Dichte Berlins hervorstechen. Das Stipendium sichert einen zweimonatigen Arbeitsplatz bei unserem Kooperationspartner CREATE BERLIN mit Sitz im Aufbau Haus. Man soll vor Ort ein Projekt organisieren und durchführen, die Ressourcen des Kreativzentrums Aufbau Haus nutzen und Netzwerke auf- und ausbauen.

Weitere Infos hier | Bewerbungsfrist: bis 26. Juni

Infoseminar: EU-Förderungen in den Programmen Kultur und Europa für BürgerInnen

Die Informationsveranstaltung des Cultural Contact Point Austria und des Europe for Citizens Point Austria bietet ProjektträgerInnen aus Oberösterreich einen systematischen Einblick in aktuelle Fördermöglichkeiten der Europäischen Union. Mehrere EU-Förderschienen werden 2012 zum letzten Mal ausgeschrieben. Eine optimale Planung der eignen Projektvorschläge ist deshalb sehr wichtig. Neben den Informationen zu den beiden Förderprogrammen werden erfahrene AntragstellerInnen im Rahmen der Veranstaltung ihre erfolgreichen EU-Projekte angereichert mit viel praktischem Wissen und Know-How – präsentieren. Alle ReferentInnen stehen den TeilnehmerInnen darüber hinaus gerne für Fragen und zum Abklären eigener Projektideen zur Verfügung.

mit:
Elisabeth Pacher – Cultural Contact Point Austria, BMUKK
Meena Lang – Europe for Citizens Point, BMUKK
Sylvia Amann – inforelais

Datum: 22. Juni 2012, 10:00 – 15:30 Uhr
Ort: Offenes Kulturhaus – Mediendeck, OÖ Kulturquartier, OK-Platz 1, 4020 Linz
Weitere Infos und Anmeldung hier

CALL FOR PAPERS: (Intersektionale) Perspektiven auf Behinderung, Geschlecht und Medien

 Deadline:   1. September 2012
 
Das komplexe Verhältnis von Behinderung – als einer scheinbar eindeutigen und sichtbar zu
machenden Zuschreibung – und Medien wie Fernsehen, Film oder Fotografie wurde bisher
vor allem unter den Gesichtspunkten von Diskriminierung und Teilhabe analysiert (Barnes
1992; Darke 1999; Bosse 2006). Dabei wurde aufgezeigt, dass die Bilder von (Menschen mit)
Behinderung in den Medien an bestimmte Blickregime (Garland-Thomson) und
Wahrnehmungsskripte gekoppelt werden, die sich zwischen den Polen Mitleid und
Heldentum bewegen (Renggli 2006). Eine mehr an Alltäglichkeit orientierte Darstellung
bildet noch eher die Ausnahme (Radtke 2003). Während die Relevanz der Medialisierung von
Behinderung immer wieder hervorgehoben wird (u.a. Waldschmidt 2003), beschränken sich
die Untersuchungen doch im Wesentlichen darauf, eine besondere Ästhetik der Behinderung
zu beschreiben. Die Verknüpfung dieser Muster mit medialen Inszenierungen nicht-
behinderter Menschen wird nicht näher bestimmt, wenngleich die Produktion von
Behinderung als erkenntnisleitendes Moment der als „‚normal’ charakterisierten
Mehrheitsgesellschaft“ (Waldschmidt 2005: 26) oder als Differenzeffekt begriffen wird, der
die Pole von Nichtbehindert- Sein/Behindert-Sein, Normalität/Anormalität, Subjekt/Objekt
performativ erzeugt und die Kontingenz dieser Dichotomisierung gleichzeitig zum
Verschwinden bringt (Mitchell/Snyder 1997; Waldschmidt 2003; Tremain 2005;
Hermes/Rohrmann 2006; Dederich 2007; Nussbaum 2010).
Die durchaus berechtigte Kritik stereotyper Darstellungen in den erwähnten Untersuchungen
verstellt des Weiteren den Blick auf die medienspezifischen Praktiken der kulturellen
Herstellung eines „problematischen“ Körpers, bei der durch den Einsatz audiovisueller
Verfahren und Gestaltungsmittel wie close-ups bzw. Kameraperspektiven, spezifische Bild-
Ton-Kontraste und filmische Raumkonstruktion (nicht-)behinderte Körper konstituiert
werden (vgl. u.a. Chivers/Markotic 2010). Wird der Fokus nun auf die Hervorbringung
respektive die sozio-kulturellen Zuschreibungsprozesse des solchermaßen „„erklärungsbedürftig[…]“ gemachten „Phänomens“ (Länger 2002: 5) gerichtet, scheint die
Dimension einer nicht als defizitär markierten Körpererfahrung, wie sie jüngere
Veröffentlichungen darlegen (Länger 2002; Höhne 2005; Saerberg 2006; Schillmeier 2010;
Kittlitz 2012; Uhlig 2012), nur unzureichend Aufmerksamkeit zu erhalten. So soll in den
Beiträgen dieses Workshops weder die eine noch die andere Seite profiliert werden, vielmehr
muss es darum gehen, die Unterscheidungspraxis selbst beschreibbar zu machen.  
Das hier skizzierte Spannungsfeld möchte der Workshop durch Hinzunahme eines weiteren
Punktes ergänzen. Dieser betrifft das Interdependenzverhältnis von Behinderung und der
Kategorie Geschlecht, das in letzter Zeit unter dem Stichwort Intersektionalität diskutiert
wurde (Jacob/Köbsell/Wollrad 2010) sowie auch aus Sicht feministischer Filmtheorie
bearbeitet wurde (Cheu 2010). Wir möchten vorschlagen, Ideen und Konzepte dieser
Forschungsrichtungen im Hinblick auf Analysen rezenter audiovisueller Kultur hin produktiv
zu machen, in welcher der Aspekt der Performanz eine zentrale Stellung innehat (Film,
Fernsehen, Fotografie, digitale Medien wie youtube oder flickr). Insofern möchte der
Workshop die Frage danach stellen, wie die performative Herstellung geschlechtlicher
und/oder (nicht-)behinderter Identitäten in bzw. durch (audio-)visuelle Artefakte soziomedial
produziert und dort zugleich verhandelt wird. Es geht folglich nicht darum, von der
(medialen) Reflexion eines vorgängig definierten Phänomens in Bild und/oder Ton
auszugehen, sondern vielmehr analytisch zu „deskriptieren“ (Akrich 2006) wie Behinderung
im Spannungsfeld verschiedener – auch und vor allem medialer – Diskurse produziert wird.
Dabei erscheint uns die Frage interessant, wie Körper, Selbst und deren sich wechselseitiges
Bedingen im Sinne der Foucault’schen Disziplinierungs- und Regierungstechnologien sowohl
individuell wie auch kollektiv mess-, verwalt- und kontrollierbar gemacht werden und sich
zudem in Medien – die hier als ein „Feld[…] des Testierbaren“ (W. Benjamin) gelten können
– konstituieren.

 
Es ist ein zweitägiger Workshop geplant. Vorschläge für Vorträge, die ein Abstract (ca. 500
Wörter) und eine kurze Bibliographie umfassen sollten, werden bis zum 1. September 2012
per Mail an Robert.Stock@uni-konstanz.de erbeten.
 
Kontakt:
Robert Stock, M.A.
Medienwissenschaft
Universität Konstanz
D – 78457 Konstanz
E-Mail: Robert.Stock@uni-konstanz.de

Workshop: (Intersektionale) Perspektiven auf Behinderung, Geschlecht und Medien
 
Veranstalter:  Medienwissenschaft, Universität Konstanz
Datum:  29.–30. November 2012
Ort:    Universität Konstanz, 78457 Konstanz
Organisation:  Prof. Dr. Beate Ochsner und Robert Stock, M.A.