Der Dachverband wächst weiter!

KUPF- Kulturplattform OÖ freut sich über 104 Mitglieder.

Die Jahreshauptversammlung der KUPF- Kulturplattform OÖ, die vergangenen Sonntag bei der Kulturinitiative Gruppe O2 / Lambach abgehalten wurde, entschied neben der Neuwahl des Vorstandes über die Aufnahme 6 neuer Vereine in ihrem Netzwerk. Allen 6 Anträgen auf Mitgliedschaft wurde mit absoluter Mehrheit stattgegeben, womit sich die Anzahl der Mitglieder erstmals auf 104 Vereine erhöht.

„104 Mitgliedsinitiativen geben der KUPF den notwendigen und gestärkten Rückhalt für die Forderungen der freien Kulturszene einzutreten“, sagt der wiedergewählte Vorsitzende Manfred Berghammer.

Bei der Präsentation des KUPF Arbeitsprogrammes 2006 wurden die inhaltlichen Schwerpunkte wie das Kulturfördergesetz neu, Weiterbildungprojekte für KulturarbeiterInnen sowie das 20jährige Jubiläum der KUPF-Kulturplattform präsentiert.

Die KUPF-Kulturplattform Oberösterreich versammelt Vereine und Initiativen der Zeitkultur unter ihrem Dach und sorgt für Service und Beratung sowie für politisches Lobbying gegenüber dem Land und den Gemeinden.

Die neu aufgenommen Kulturinitiativen:
1. Radio SPACEfemFM/ Linz
2. Justasisrisdid/ Unterweitersdorf
3. Tool/ Ried im Innkreis
4. GUK/ Ungenach
5. Pangea/ Linz
6. Funkenflug/ Micheldorf

Der neue KUPF Vorstand:

Andreas Liebl/ Kulturhaus Röda
Andre Zogholy/ qujOchÖ
Andrea Mayr-Edoloeyi/ FIFTITU%
Betty Wimmer/ Kapu
Birgit Kuntner/ zach records
Eva Schobesberger/ FIFTITU%
Elisabeth Greif/ Johannes Kepler Universität Linz
Klemens Pilsl/ Kapu
Martin Böhm/ WOAST

Manfred Berghammer
Susanne Wiesmayr/ Radio SPACEfemFM

Süchtig nach Kulturarbeit

Mit großer Zuversicht reagiert die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich als Dachverband von 100 freien Kulturinitiativen in Oberösterreich, davon 24 in Linz, auf die Bestellung von Martin Heller für die künstlerische Leitung der Linz 2009 Kulturhauptstadt Organisations Gmbh.

Das Projekt der Kulturhauptstadt verstanden als ebenso tragfähiges wie andauerndes und fortschrittliches Grundgerüst jenseits von Lokalpatriotismus und eurozentristischen Kleingeistes und abseits dumpfer statischer Repräsentationskultur erhält durch die Wahl auf den Schweizer Martin Heller endlich die nötige Aufbruchstimmung.

Keineswegs möchte deshalb die Kulturplattform Oberösterreich in blinde Euphorie verfallen: “Es steht nun an, wichtige Fragen in der Programmatik zu diskutieren. So müssen auch so genannte gesellschaftliche Randgruppen in den Mittelpunkt des kulturellen Geschehens gelangen können. Wie können verstärkt Partizipationsmöglichkeiten von MigrantInnen in das soziale, politische wie kulturelle Leben und Entscheidungsfindungen dieser Gesellschaft geschaffen werden? Auch Gegenmodelle zu bestehenden Geschlechterkonstruktion sind unbedingt zu berücksichtigen.” so KUPF-Geschäftsführerin Eva Immervoll.

Des weiteren sollte eine starke Einbindung der Regionen in das Projekt der Kulturhauptstadt eine gewichtige Rolle spielen, nicht zuletzt um einer weiteren Verhärtung des Stadt-Land-Gefälles entgegenzuwirken.

Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kulturarbeit hat für die KUPF oberste Priorität. Kultureller Fortschritt ist immer auch mit großer Leidenschaft und einer Portion Mut verbunden, Mut zum Experiment, zu einem vielfältigen, partizipativen kulturellen Leben. Die Kulturplattform Oberösterreich freut sich auf die gemeinsame sicher spannende Herausforderung mit der künstlerischen Intendanz.

Eine Gemeinsamkeit, die “Sucht nach Kulturarbeit”, wie sie Martin Heller treffenderweise in einem Interview anführte, lässt sich bereits gegenwärtig ausmachen. Eine leidenschaftliche Sucht nach Kulturarbeit abseits durchökonomisierter, gemainstreamter und glattgebügelter Zeitgeistigkeit.

Rückfragen:
KUPF Kulturplattform Oö
Tel: 070-794288
Hofgasse 12/2
4020 Linz
mailto:kupf@kupf.at

Aktives Auftreten!

Prozess gegen die Volxtheaterkarawane geht am 1. Juni in die Finale Runde!

Als die AktivistInnen der Volxtheaterkarawane 2003 vom Festival der Regionen unter dem Motto „Die Kunst der Feindschaft“ eingeladen wurden, um ihre Arbeiten zu präsentieren, konnten von niemanden damit gerechnet werden, dass dies mit einer Gerichtsverhandlung enden würde.

Zur Vorgeschichte:
Der Beschluss beim EU-Gipfel in Thessaloniki 2003 persönliche biometrische Daten im EU-Pass aufzunehmen, bewog die Volxtheaterkarawane dazu, diese Maßnahme im Rahmen einer theatralen Aktion zu hinterfragen. Als „Als European Institute for Biometric Research“ verkleidet, verschafften sie sich Zutritt zum Lambacher Stiftsgymnasium. Zur ihrer eigen Überraschung stellten Mundhölenabstriche, die Abnahme der Fingerabdrücke und die detaillierte Erfassung der SchülerInnendaten (inkl. Bankverbindung der Eltern + Pin Code) kein größeres Problem dar.

Nach der Aktion wurde mit den Schülerinnen und Schülern über die Problematik von Überwachungssystemen diskutiert. Dieser Akt der Bewusstseinsbildung wurde vom Direktor des Gymnasiums gestört, nachdem diesem bewusst geworden war, dass es sich möglicherweise um keine staatlich genehmigte Operation handeln könnte.

Verhandlung in wenigen Tagen
„Aktives Auftreten gegen Überwachung, und ein Bewusst machen der Gefahren kann gar nicht früh genug beginnen“, meint Manfred Berghammer, Vorsitzender der KUPF – Kulturplattform Oberösterreich. „Gerade junge Menschen müssen auf die damit verbundenen Tücken sensibilisiert werden. Und interventionistische Kunstformen wie jene der Volxtheaterkarawane sind hier ein probates Mittel“.

4 der AktivistInnen der Volxtheaterkarawane wird nun in einem Prozess Amtsmissbrauch und Vortäuschung falscher Tatsachen vorgeworfen. „Es erscheint absurd“, so Berghammer weiter, „dass künstlerischer Interventionen, die eigentlich als politische Bildung gewürdigt werden müssen, schließlich vor Gericht mit ungewissem Ausgang für die Angeklagten enden.“

Der Prozess findet am 1.6. in Lambach statt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Stefan Haslinger, Tel: 070-794288 oder a href=“mailto:stefan@kupf.at“ target=“sb“>mailto:stefan@kupf.at

Link: http://lambach.volxtheater.at

interkultureller Dialog?

KUPF – Kulturplattform Oberösterreich und MAIZ zeigen sich verwundert über Ausschreibung des Landeskulturpreis für Kunst im interkulturellen Dialog.

Verwunderung und Verärgerung zeigen die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich und das autonome Integrationszentrum von und für Migrantinnen MAIZ ob der Ausschreibung des Landeskulturpreis für Kunst im interkulturellen Dialog.

„Die jetzt vorliegende Ausschreibung entspricht in ihrer Schlichtheit in keinster Weise den Ideen von KUPF und MAIZ, noch findet sich darin der Vorschlag des Landeskulturbeirat“, ärgert sich Manfred Berghammer, Vorsitzender der KUPF.

Die Initiierung eines Landespreis für Kulturarbeit von MigrantInnen wurde über Vorschlag der KUPF und des Forum Interkulturalität in das Vorschlagspaket des Landeskulturbeirat 2003 aufgenommen.
Im Vorschlag des Landeskulturbeirat wurde ein Preis für MigrantInnen gefordert, und dies unter dem Aspekt, dass hier keine Ghettoisierung, sondern eine temporär notwendige positive Diskriminierung stattfinden soll. Dieser Vorschlag wurde mit der Steigerung der Wertschätzung der Kulturarbeit von MigrantInnen, und der Akzeptanz der kulturellen Betätigung von MigrantInnen argumentiert, und so dem Landeshauptmann übergeben.

„Diese Ausschreibung hebt nahezu alles auf, was der Landeskulturbeirat gefordert hat. Abgesehen davon, dass das KünstlerInnenbild von dem gesprochen wird etwas tradiert anmutet, ist es jetzt auch möglich, dass auch Menschen die keine MigrantInnen sind einreichen können. Zudem vermisse ich die Kriterien, an denen sich bei einer Zusammenarbeit MehrheitsösterreicherInnen und MigrantInnen orientieren können. Wenn MehrheitsösterreicherInnen einreichen können, so sollte massiv auf die Rolle der MigrantInnen in den jeweiligen Projekten geachtet werden: MigrantInnen dürfen nicht in eine Alibifunktion gebracht werden!“, stellt Rubia Salgado von MAIZ fest.

Die Forderungen der KUPF – Kulturplattform Oberösterreich und des Forum Interkulturalität hatten beinhaltet, dass der Begriff MigrantInnen weit zu fassen ist, um auch die Kulturarbeit von MigrantInnen der zweiten und dritten Generation bzw. bereits eingebürgerter MigrantInnen zu würdigen.
In der vorliegenden Textfassung der Ausschreibung ist die Würdigung für Menschen vorgesehen, die sich besondere Verdienste um die Implementierung von Kunst mit Migrationshintergrund erworben haben.

„Was bitte ist Kunst mit Migrationshintergrund, und wie soll die Implementierung von statten gehen?, stellt Rubia Salgado die Frage. „Durch diese Aufweichung der Ausschreibungskriterien, gefährdet das Land Oberösterreich seine VorreiterInnposition im Bereich der Förderung von MigrantInnenkultur“, assistiert Berghammer.

Wieder kaputt gespart!

Kulturplattform Oberösterreich kritisiert Vergabepraxis auf kommunaler Ebene!

Die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich – Interessensvertretung von 100 Kulturinitiativen in Oberösterreich – arbeitet seit fast 20Jahren an der Verbesserung der Rahmenbedingungen freier, initiativer Kulturarbeit in Oberösterreich.

„Gerade der Beitrag den kleine Kulturvereine und -initiativen in einer Stadt oder Gemeinde leisten prägt das kulturelle Selbstverständnis der Kommunen. Die „kulturellen Nahversorgerinnen“ bilden die Basis für ein lebendiges und offenes Kulturklima“, erklärt Manfred Berghammer, Vorsitzender der KUPF – Kulturplattform Oberösterreich.

Darum blickt die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich mit Argwohn und Skepsis auf die Kulturpolitik der Stadt Wels, die durch die Methode des „Kaputt Sparen“ von sich reden macht, wie das aktuelle Beispiel der Musikwerkstatt Wels zeigt. (siehe Welser Rundschau 27.4.05).

Die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich weiß um die schwierige Situation mit welcher die Gemeinden konfrontiert sind, fordert aber nichts desto trotz, dass das Kulturressort nicht als erster Bereich für Einsparungen herhalten muss..

Die KUPF fordert eine Aufstockung der Ermessensausgaben für freie Initiativen, und bekräftigt ihre Forderung nach echten Demokratisierungsmaßnahmen, und Maßnahmen die die Transparenz der Fördervergabe auf der kommunalen Ebene gewährleisten.

Manfred Berghammer beharrt: „Wenn in Wels schon mehr Demokratie und Pluralismus durch die Einrichtung von Beiräten gefordert wird, im Gegenzug aber im Kulturbereich der Rotstift regiert, kann von einer ernstgemeinten Kulturpolitik nicht mehr die Rede sei“

Die KUPF – Kulturplattform Oberösterreich wird weiterhin die kulturpolitischen Entwicklungen in den Kommunen beobachten und sich zu Wort melden, wo die Verhältnisse im Argen liegen.

Für weitere Fragen kontaktieren Sie Eva Immervoll oder Stefan
Haslinger unter: 070-794288 oder unter kupf@kupf.at

Neue Geschäftsführung stellt Arbeitsprogramm vor

Im Rahmen der KUPF-Jahrespressekonferenz am 7.April 05 stellt die neue Geschäftsführung der KUPF OÖ das diesjährige Arbeitsprogramm vor.

Die KUPF- Kulturplattform OÖ.

Seit 19 Jahren tritt die KUPF- Kulturplattform OÖ im Namen ihrer Mitglieder an, die Grundlagen und Rahmenbedingungen freier Kulturarbeit tragfähiger, sicherer und fruchtbarer zu gestalten.

Dafür arbeitet die KUPF einerseits nach innen und sorgt für Vernetzung, Unterstützung, Beratung, Weiterbildung wie auch für die gewerkschaftliche Vertretung ihrer Mitglieder. Nach außen vertritt die KUPF ihre Mitglieder gegenüber Politik und Verwaltung, und stellt mediale und gesellschaftliche Öffentlichkeit für freie Kulturarbeit her.

100 Mitgliedsinitiativen im Dachverband KUPF machen deutlich, wie notwendig kulturpolitischer Lobbyarbeit in Oberösterreich ist.

Der KUPF Vorstand:
Manfred Berghammer (KUPF Vorsitzender)
Andrea Mayer-Edoloeyi (FIFTITU%)
Mag.a Eva Schobesberger (FIFTITU%)
Katha Wagner (KIK Ried)
Mag.a Betty Wimmer (KAPU)
Dr. Andre Zogholy (qujochö)

Die neue KUPF Geschäftsführung

Seit Anfang März 2005 gibt es in der KUPF das Modell einer geteilten Geschäftsführung. Die KUPF – Kulturplattform OÖ sieht sich mit diesem ungewöhnlichen Modell durchaus als Vordenkerin. Die Entscheidung für dieses Modell liegt darin begründet, dass eine hohe kulturpolitische Durchsetzungskraft von 2 Geschäftsführerinnen erzielt wird. Darüber hinaus verfolgt die KUPF – Kulturplattform OÖ mit diesem Modell auch die Praxis, Personen ob ihrer speziellen Fähigkeiten in Bereichen einzusetzen, in welchen diese neue Ideen und Strategien einbringen können. Stefan Haslinger und Eva Immervoll, stehen für Kontinuität und Innovation in der KUPF.

Eva Immervoll:
Öffentlichkeitsarbeit, Kulturpolitik, Mitglieder
Stefan Haslinger:
Finanzen, Kulturpolitik, Gewerkschaft

Schwerpunkte des KUPF Arbeitsprogramms 2005

Aufgrund der erfolgreichen Regionaltreffen im Jahr 2004, die durchaus Signalwirkung in Richtung verstärkter Einbindung regionaler Kulturinitiativen in die KUPF hatten, wird ein Projekt angedacht, über die weiterhin stattfindenden Regionaltreffen hinaus in den verschiedenen Bezirken AnsprechpartnerInnen für die Kulturinitiativen mit guten Kontakt zur KUPF zu finden, die einerseits den persönlichen Kontakt zur KUPF aufrecht erhalten und intensivieren, und zum anderen auch die Netzwerkbildung vor Ort unterstützen. Die regionalen Kulturinitiativen können sich stärker in der KUPF positionieren und die KUPF wäre somit in den Regionen stärker präsent.
Eine Aufwertung der regionalen Kulturinitiativen und eine Aufwertung der Arbeit der KUPF bei den Kulturinitiativen könnte neben der Pflege des wichtigen, persönlichen Kontaktes als ein angestrebtes Ziel dieses Projektes betrachtet werde.

Mittelfristige Finanzierung

2004 hat gezeigt, wie notwendig eine mittelfristige Absicherung für Kulturinitiativen in Oberösterreich ist. Die – im Oktober 04 aufgehobene – 15% Budgetsperre stellte eine Verschärfung der ohnehin prekären finanziellen Situation der Kulturinitiativen dar.
Das Modell der mittelfristigen Finanzierung der KUPF – Kulturplattform OÖ, sieht vor, mittelfristige Finanzierungsverträge (mit Indexklausel) für alle interessierten oberösterreichischen Kulturinitiativen und Kulturstätten für mindestens 3 Jahre abzuschließen. Darüber hinaus muss die Möglichkeit bestehen außerhalb dieser Finanzierungsverträge um Projekt- und Strukturförderung anzusuchen.
Für die KUPF – Kulturplattform OÖ ist es selbstverständlich, dass im Rahmen mittelfristiger Finanzierungsverträge klare Vereinbarungen getroffen werden.
Das Modell der KUPF – Kulturplattform OÖ sieht deshalb auch die Möglichkeit eines steten Nachverhandelns und Überprüfens der gemeinsam vereinbarten Ziele vor.

Transparenz der Kulturförderung
Die KUPF – Kulturplattform OÖ fordert die demokratische und transparente Gestaltung der Kulturförderung. Folgende Maßnahmen müssen dafür ergriffen werden:

– Entkoppelung von Kulturpolitik, Kulturverwaltung und Verteilung der Fördermittel
– verbindliche Förderkriterien

– Förderbeiräte, die verbindliche Förderkriterien ausarbeiten.
– Über Förderungen bis zu 20.000 Euro ist innerhalb von 14 Tagen nach Eintreffen der Ansuchen zu entscheiden.
– Über Förderungen, die eines Beschlusses der Landesregierung bedürfen, ist binnen eines Monats zu entscheiden.
– Wiedereinrichtung und Ausbau des Förderberichtes

Speziell auf der kommunalen Ebene erhebt die KUPF – Kulturplattform OÖ darüber hinaus die Forderung nach
– Einrichtung eines Kulturbeirates
– Einrichtung einer Kulturberatung für GemeindevertreterInnen.
– Veröffentlichung von Förderkriterien

– Veröffentlichung von Förderberichten
– Öffnung der Kulturausschüsse.

Reform der Medienförderung
Im Regierungseinkommen von ÖVP und Grünen findet sich der Wille in Zusammenarbeit mit den Betroffenen eine Reform der Medienförderung, welche eine Förderung nichtkommerzieller Medien beinhalten soll zu planen.
In diesem Zusammenhang fordert die KUPF – Kulturplattform OÖ, die Einbeziehung eines möglichst umfassenden Medienbegriffs.
Die KUPF fordert eine klassische Presseförderung zugunsten von Artikulationschancen abseits des Mainstreams umzugestalten.
Eine umfassende Medienförderung muss sowohl Strukturförderung als auch Förderungen alle Sparten (Print, Freie Radios, Web, …) beinhalten.

  • Innovationstopf 2005/06


Der KUPF Innovationstopf bemüht sich Jahr für Jahr abseits der traditionellen Kulturförderung Impulse für ausgefallene Kulturprojekte zu geben und eine transparente Vergabe der Mittel zu gewährleisten. So wurde heuer zum zehnten Mal der mit 75.000,- Euro Landesmittel dotierten Innovationstopf ausgeschrieben. Eine prominent besetzte Jury wählte bei der öffentlichen Jurysitzung aus den 44 Einreichungen letztendlich 9 Projekte aus.
Für den Innovationstopf 2006 wurde bereits eine Arbeitsgruppe eingerichtet die an der Themenfindung arbeitet und einen Ausschreibungstext bis Herbst 2006 formulieren wird. Als begleitende Maßnahme wird auch bei der Ausschreibung 2006 ein Projektformular beigelegt sein, das die EinreicherInnen auf Genderaspekte hin untersucht. Damit wird den EinreicherInnen der Gedanke des Gender Mainstreamings näher gebracht. Auch 2006 wird aus diesem Grund eine Beratung zur Einreichung zum Innovationstopf angeboten.

  • KUPF Position zur Kulturhauptstadt 2009


Das Positionspapier der KUPF unter dem Titel „Das Umland mitdenken“ wird auch 2005 die Arbeitsgrundlage für die vehemente Einmischung in kulturpolitische Diskurse rund um die Kulturhauptstadt 2009 sein.
Die KUPF OÖ sieht die Teilnahme grundsätzlich als Chance für Linz und Oberösterreich, will aber die Risiken die mit solch einer Teilnahme einhergeht mitbedacht wissen.

Daher fordert die KUPF vehement Vorhaltigkeit wie Nachhaltigkeit in der Kulturpolitik ein. Zu beleuchten ist nicht nur das Jahr 2009, sondern die Entwicklung bis 2008 und ab 2010. Es muss ein Konzept entwickelt werden, wie die lokale und regionale Kulturszene bereits im Vorfeld gefördert und aufgebaut werden kann, damit einer weiteren Verhärtung des „Stadt-Land-Gefälles“ entgegengewirkt werden kann und die bestehende lebendige und vielfältige Kulturszene Oberösterreichs auch nach 2009 bestehen kann.

Stefan Haslinger

Geboren 1971 in Wels, war von 1995 bis 2005 geschäftsführender Sekretär des Kulturvereins Waschaecht in Wels.
Von 2000 bis 2004 im Vorstand der KUPF- Kulturplattform OÖ.
Ausgewählte Projekte:
1987-2004: Festival „Music Unlimited“
2001: Veranstaltungsreihe „Summe=“
2002-03: Veranstaltungsreihe „Establish Cultural Worker

Eva Immervoll

Geboren 1969 in Bad Ischl hat von 1991-95 an der Universität für künstlerische Gestaltung die Meisterklasse für Visuelle Mediengestaltung besucht und 2003 den MAS- Postgraduate Studienlehrgang „Kultur- und Medienmanagement“ am ICCM in Salzburg abgeschlossen.
Von 1996 bis 03 tätig im Bereich Ausstellungsorganisation und Produktionsassistenz im O.K- Centrum für Gegenwartskunst und als freie Mitarbeiterin bei „Die Fabrikanten
„.

Lebendige Archive – die jurierten Projekte

Eine Presseinformation der Kulturplattform OÖ zu der Auswahl der KUPF-Innovationstopfprojekte 2005. Umfangreiche Pressematerialien finden Sie am Ende des Beitrages. Rückfragen: Liebl Andi – 0723/794288/44 – andi@kupf.at

HINTERGRUND
Der KUPF Innovationstopf wurde von der Kulturplattform OÖ initiiert und ist ein Förderinstrument für Kunst und Kulturprojekte. Die zu vergebenden Mittel trägt das Land OÖ, die organisatorische und inhaltliche Abwicklung liegt bei der Kulturplattform OÖ.

Dadurch ermöglicht die KUPF Projektförderungen abseits tradierter Fördermuster, beispielgebende Vergabemodalitäten und flexible thematische Ausrichtung der Ausschreibung.

Die Auswahl der Projekte geschieht öffentlich durch eine Jury. EinreicherInnen sowie Interessierte haben die Möglichkeit der Diskussion über die Auswahl der Projekte beizuwohnen. In Zeiten mangelnder Transparenz bei der Förderung von Kunst und Kultur ist das für die KUPF ein wichtiges Zeichen.

Seit Bestehen des KUPF-Innovationstopfes wurden 406 Projekte eingereicht, davon wurden 109 Projekte ausgewählt und mit einem Gesamtfördervolumen von 652.000, – Euro finanziert. 2005 wurde der KUPF Innovationstopf zum 10ten mal ausgeschüttet.

DOTIERUNG
Die KUPF konnte auch heuer eine Aufstockung der Mittel aus dem Sozialressort des Landes OÖ erreichen. Entgegen den in der Ausschreibung verlautbarten 75.000 Euro aus der Kulturabteilung des Landes OÖ wurde somit die Vergabe von 90.000 Euro möglich. Die Overheadkosten belaufen sich auf ca. 4,4 % der Gesamtfördersumme.

LEBENDIGE ARCHIVE
Der Titel der Ausschreibung des letzten KUPF-Innovationstopfes lautete �Lebendige Archive�. Die Themenstellung formulierte eine Reihe an Fragen im Kontext initiativer Kulturtarbeit wie zum Beispiel Wissensvermittlung und die Frage nach Konflikten.

Ausgeschrieben wurde im Oktober 2004, mit Stichtag 14. Februar 2005 wurden 44 Projekte mit einem Gesamtförderbedarf von 462.741 Euro eingereicht. Alle Einreichungen sind auf kupf.at mit einer Kurzbeschreibung veröffentlicht.

JURIERUNG UND JURY
Am 11. März 2005 war es soweit: zum 10. Mal wurde im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung über die eingereichten Projekte diskutiert und folglich über eine Förderung entschieden.

Ein Blick auf die jurierten Projekte läßt unschwer den Schwerpunkt Medienarbeit erkennen. Für die KUPF Grund genug, in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit einer nachvollziehbaren Medienförderung auf Landesebene hinzuweisen.

Fünf ExpertInnen aus verschiedenen kulturellen Feldern waren eingeladen, im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung über die Förderung der Einreichungen zu entscheiden. Das waren:

Petja Dimitrova
künstlerische Praxis zwischen bildender Kunst, politischer und partizipativer Kulturarbeit.

Anita Hofer,

Netzkunstpreisträgerin der Stadt Linz 2004 und Ländervertreterin für die Steiermark in der IG-Kultur Österreich.

Hedwig Hofstadler,
Mitgründerin der Local-Bühne Freistadt und Gründungsmitglied von Fiftitu%

Wolfgang Neugebauer
ehemaliger wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes;

Andreas Wahl
Bau- und Kulturarbeiter sowie Autor und Aktivist der freien OÖ Kulturszene.

DIE AUSWAHL

23 | Fragmente d. Widerstandes
Freies Radio Salzkammergut | David Guttner

32 | common resource center for social change
Socialimpact | Harald Schmutzhard

17 | Zeitungsprojekt – Freie Szenen
Susanne Blaimschein, Manuela Mittermayer, Uschi Reiter, Maren Richter, Sabine Funk

18 | Katalog d. Freien darstellenden Szenen in Linz und OÖ
Tanja Brandmayr

37 | Emanzipatorische Medienarbeit in Wels
malmoe, Infoladen Wels | Markus Rachbauer, Sylvia Köchl

33 | Mediale Spielstätten
Freier Rundfunk Freistadt | Otto Tremetzberger, Harald Freudenthaler

25 | aufbohren und durchblasen

Radio FRO | Alexander Baratsits, Ingo Leindecker, Veronika Leiner

7 | Knowledging the background
Vlatka Frketic, Helga Hofbauer

4 | Brüche
Spacefemfm | Hildegard Griebl-Shehata

WIE WEITER?
Laufend aktuelle Infos zur weiteren Abwicklung des KUPF Innovationstopfs sind der Homepage der Kulturplattform OÖ zu entnehmen.

FAKTEN UND ZAHLEN:
Der KUPF Innovationstopf 2005 war mit 75.000,- Euro an Landesmitteln aus der OÖ Kulturabteilung und 15.000,- Euro aus dem OÖ Sozialressort gefüllt.

Ausschreibung: Oktober 2004 || Einreichschluss: 14. Februar 2005
Jurierung: 11. März 2005 || Eingereichte Projekte: 44 || Ausgewählt: 9

Gesammtsumme der eingereichten Projekte: 673.757 Euro

Antragssumme an den KUPF Innovationstopf: 462.741 Euro

EinreicherInnen nach Geschlecht:
Frauen: 24 || Männer: 6 || gemischt: 14

Institutioneller Hintergrund:
Initiativen: 15 || KUPF Mitgliedsinitiativen: 8 || Einzelpersonen, Kollektive: 21

Geografische Verteilung:
Projektanträge aus LINZ: 27 || Projektanträge aus WIEN: 6 || Projektanträge aus OÖ: 11

Team:

Öffentlichkeitsarbeit: Eva Immervoll
Projektkoordination: Liebl Andi
Verantwortlicher Vorstand: Betty Wimmer

MATERIALIEN
Für Ihre Berichterstattung stellt Ihnen die KUPF – Kulturplattform OÖ Bild sowie Audiomaterial zum Download zur Verfügung.

FOTOS

Bilder der Jurysitzung des KUPF-Innovationstopf 2005 im Kunstraum Goethestraße

  • Bild1 / Bildtext:

Sieben Stunden Diskussion. Die KUPF-innovationstopfjury beratet über 44 Projekteinreichungen. Im Bild (v.l.n.r.): Anita Hofer, Wolfgang Neugebauer, Andi Wahl und Hedi Hofstadler.

  • Bild2 / Bildtext:

Sieben Stunden Diskussion. Die KUPF-innovationstopfjury beratet über 44 Projekteinreichungen. Im Bild (v.l.n.r.): Andi Wahl, Hedi Hofstadler und Petja Dimitrova

  • Bild3 / Bildtext:

Sieben Stunden öffentliche Diskussion. Die KUPF-Innovationstopfjury bei ihrer Arbeit. Im Bild (v.l.n.r.): Wolfgang Neugebauer, Andi Wahl, Hedi Hofstadler und Petja Dimitrova und Publikum.

Bilder der KUPF-Innovationstopf Pressekonferenz 2005

  • Bild4 / Bildtext:

David Guttner / Freies Radio Salzkammergut

  • Bild5 / Bildtext:

Sabine Funk und Tanja Brandmayr / Zeitungsprojekt der freien Szenen Linz

  • Bild6 / Bildtext:

Nikolaus Dürk / Social Impact

O-TÖNE

  • o-Ton1: Inhalt:

Wortmeldung von Kupf Geschäftsführer Stefan Haslinger zur zentralen Fragestellung des Innovationstopf 2005. (1.10min)

Anmoderation: Der Titel der Ausschreibung des letzten KUPF-Innovationstopfes lautete „Lebendige Archive“. Die Themenstellung formulierte eine Reihe an Fragen im Kontext initiativer Kulturtarbeit wie zum Beispiel Wissensvermittlung und die Frage nach Konflikten. Kupf Geschäftsführer Stefan Haslinger dazu in einem Interview zur Ausschreibung (RadioKupf):

  • o-Ton2: Inhalt:

Kurzinterview mit Jurymitglied Hedi Hofstadler. (2.43min)

  • o-Ton3: Inhalt:

Kurzinterview mit Jurymitglied Andi Wahl. (3 min)

  • o-Ton4: Inhalt:

Kurzinterview mit Jurymitglied Petja Dimitrova. (3.45min)

  • o-Ton5: Inhalt:

Projektvorstellung social impact (3.10min)

  • o-Ton6: Inhalt:

Projektvorstellung Zeitungsprojekt freie Szenen (3.40min)

  • o-Ton7: Inhalt:

Projektvorstellung Fragmente des Wiederstandes (3.25min)

Öffentliche Jurierung der Einreichungen

„Lebendige Archive“ – Die Jurierung der Einreichungen!
11. März 2005 von 10 Uhr bis 17 Uhr im KunstRaum Goethestraße / Linz

KUPF- Innovationstopf 2005
Zum zehnten Mal schrieb die Kulturplattform OÖ den mit 75.000 Euro Landesmittel dotierten Innovationstopf aus. Mit Stichtag 14. Februar 2004 wurden 44 qualitativ hochwertige Projekte eingereicht, die sich um eine Förderung aus dem KUPF Innovationstopf bemühen.

Öffentliche Jurierung
Zur Auswahl der zu fördernden Projekte wurde eine hochkarätige Jury bestellt, die am 11. März 2005 im Kunstraum Goethestraße ab 10 Uhr zur Entscheidungsfindung zusammentritt. Traditionellerweise geschieht diese Auswahl der Projekte öffentlich. EinreicherInnen sowie Interessierte haben die Möglichkeit der Diskussion über die Auswahl der Projekte beizuwohnen. In Zeiten mangelnder Transparenz bei der Förderung von Kunst und Kultur ist das für die KUPF ein wichtiges Zeichen. Alle Einreichungen werden mit einer fachlich fundierten Begründung über ihre Förderung bzw. nicht Förderung erfahren.

ExpertInnen entscheiden über Förderung
Der Kulturplattform OÖ hat eine Experten/Expertinnenjury zusammengestellt. Jedes Mitglied der Jury wird vor dem Hintergrund des eigenen Fachgebietes persönliche Bewertungskriterien einbringen und damit die vorgegebenen Auswahlkriterien erweitern.

Die Mitglieder der Jury:

Petja Dimitrova
Abschluss an der Akademie der bildende Künste Wien. Künstlerische Praxis zwischen bildender Kunst, politischer und partizipativer Kulturarbeit.

Anita Hofer
erhielt 2004 den Netzkunstpreis der Stadt Linz. Kuratortische und kulturpolitische Tätigkeit im nichtkommerziellen Kulturfeld.

Hedwig Hofstadler
Mitgründerin der Local-Bühne Freistadt, Geschäftsführerin der Moviemento Gastbetriebsstättengmbh, Gründungsmitglied von Fiftitu%

Wolfgang Neugebauer
1983-2004 wissenschaftl. Leiter des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes; seit 1995 Honorarprofessor für Zeitgeschichte an der Universität Wien, zahlreiche Publikationen zu Widerstand, Verfolgung, Nationalsozialismus und Rechtsextremismus.

Andreas Wahl
Bau- und Kulturarbeiter, Autor und Aktivist der freien OÖ Kulturszene.

Weitere Informationen unter: 0723/794288/44, Liebl Andi (Projektkoordinator) und unter http://www.innovationstopf.at oder https://kupf.at

Wir laden Sie herzlich ein zur öffentlichen Jurierung und freuen uns auf Ihr Kommen!

mit besten Grüssen

Eva Immervoll,
Öffentlichkeitsarbeit

PS. Zusatzinfo für die Redaktionen:

es findet zur getroffenen Auswahl der Projekte eine Pressekonferenz am 24.3.2005 um 11:00 Uhr im Büro der Kulturplattform OÖ, Hofgasse 12/1 4020 Linz, statt.

PA: KUPF Stellungnahme zu Social Impact (2004)

Seitens SOCIAL IMPACT wurde die KUPF- Kulturplattform OÖ als Dachverband der oberösterreichischen Kulturinitiativen gebeten, zu aktuellen Förderproblematik dieser Initiative Stellung zu nehmen.

 

Wir sind informiert, dass die Stadt Linz SOCIAL IMPACT im Jahr 2004 nur mit Euro 1.000.- Projektförderung unterstützt, was nur 3% anteilige Finanzierung der kulturellen und künstlerischen Aktivitäten dieser Initiative bedeutet.

Das ist uns angesichts der sehr vielfältigen und künstlerisch hochwertigen Projekte von Social Impact – die viele internationale Anerkennung finden – völlig unverständlich. Zumal erscheint es eigenartig, wenn die Stadt Linz in den Bewerbungsunterlagen zur Kulturhauptstadt 2009 sich mit dieser Initiative schmückt und gleichzeitig die Subventionen kürzt.

SOCIAL IMPACT steht – stellvertretend für viele Initiativen der freien Szene – für einen innovativen, erweiterten Kunstbegriff und wir denken, dass es auch gerade im Hinblick auf Innovationen 2009 solche Aktivitäten in der Landeshauptstadt Linz braucht. Das Kulturamt der Stadt Linz nimmt in diesem Fall seine Verantwortung nur sehr unzureichend wahr, denn unseres Erachtens wäre es notwendig, über eine Struktur- bzw. Atelierförderung Infrastruktur-Kosten zu unterstützen und auch künstlerische Projekte in einem relevanten Anteil zu fördern.

Wir wissen, dass diese bedauerliche Situation leider keiner Einzelfall ist. Wir müssen festhalten, dass die Förderpolitik der Stadt Linz für die Freie Kulturszene sehr undurchschaubar ist und – gerade wenn es um Förderhöhen geht – keinen nachvollziehbaren Kriterien folgt. Neben der künstlerischen und kulturellen Qualität muss bei der Bemessung von Förderhöhen natürlich auch der Umfang der Aktivitäten ein wichtiges Kriterium sein. Zentrales Anliegen ist uns aber – im Interesse der Initiativen – sowohl für die qualitative wie auch die quantitative Bewertung, transparente Entscheidungskriterien sichtbar zu machen.

Selbstverständlich kennen wir die angespannte Budgetsituation der Stadt Linz. Wir können nur ein weiteres Mal darauf hinweisen, dass es sich bei den Förderungen der Freien Szene um vergleichsweise geringe Beträge mit einer immensen Wirkung für das kulturelle Profil der Stadt

Linz handelt. Es braucht hier innerhalb des Kulturbudgets eine erkennbare Schwerpunktsetzung im Interesse der Freien Szene und es braucht ein steigendes und nicht sinkendes Kulturbudget. Die Linzer Kulturpolitik muss hier ihre Verantwortung wahrnehmen und auch gemeinsam mit der Verwaltung ein transparentes, nachvollziehbares Fördermodell entwickeln, dass den Bedürfnissen der Freien Szene in Linz gerecht wird.

Budgetsperre im Bereich Zeitkultur aufgehoben!

Erfolg für die KUPF- Kulturplattform OÖ

„Durch konsequente Information und unzählige Gespräche ist es der KUPF- Kulturplattform OÖ gelungen, die Verantwortlichen des Landes Oberösterreich von der notwendigen Aufhebung der Budgetsperre im Zeitkulturbereich zu überzeugen“, zeigt sich KUPF-Vorstand Andre Zogholy erfreut. Auch für 2005 wurde, wie die KUPF gefordert hatte, bereits die Finanzierung in diesem Bereich zumindest auf dem Niveau der letzten Jahre politisch vereinbart.

Das bedeutet ein Aufatmen für die derzeit 92 KUPF- Mitgliedsvereine. Die Einbehaltung von 15% der Landessubventionen für den Zeitkulturbereich hätte für die Initiativen einen beträchtlichen Einschnitt in ihre Arbeit bedeutet. Der „Spareffekt“ für das Land OÖ wäre hingegen minimal gewesen.

So groß die momentane Erleichterung auch ist, es bleibt der fahle Beigeschmack der vergangenen Monate. „Gegen Ende des Jahres immer noch nicht zu wissen, wie viel Geld zur Verfügung stehen wird, macht die Planung und Durchführung von Aktivitäten zu einer Gratwanderung zwischen herausragender Arbeit – wie sie seitens der politisch Verantwortlichen unseren Initiativen immer wieder bestätigt wird – und dem finanziellen Ruin. Es ist erstaunlich, welche Durchhaltekraft unsere Mitgliedsvereine nach wie vor unter derart prekären Bedingungen aufbringen“, zeigt sich Andre Zogholy beeindruckt.

Diese Aufhebung der Budgetsperre ist eine wichtige Bestätigung für die Arbeit der KUPF- Kulturplattform OÖ als Interessensvertretung von 92 oberösterreichischen Kulturinitiativen. „Das diesjährige Prozedere, erst im November Klarheit darüber zu schaffen, dass die zugesagten Förderungen auch tatsächlich ausbezahlt werden, beweist einmal mehr die dringende Notwendigkeit der Umsetzung der schon lange von der KUPF eingeforderten mittelfristigen Finanzierungsvereinbarungen mit Kulturinitiativen“ sieht Andre Zogholy weiteren Handlungsbedarf der KUPF.

Kontakt: Andre Zogholy, Tel: 0650-21 422 67 oder Eva Immervoll, Tel: 070-79 42 88